Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Zur Situation des Württembergischen Kunstvereins

Posted: Mittwoch 30 September 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , | No Comments »

im Hinblick auf die geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich

Stand: 30. September 2009

Mit seinen rund 3.000 Mitgliedern und einer Ausstellungsfläche von 2.000 qm zählt der Württembergische Kunstverein zu den größten Kunstvereinen Deutschlands. 1827 gegründet, ist er zudem einer der ältesten.

Der Kunstverein hat in den letzten Jahren nicht nur an lokaler und regionaler Bedeutung gewonnen, sondern sich mit Ausstellungen wie Stan Douglas, Anna Oppermann, Noh Suntag, Postcapital oder Subversive Praktiken an die Spitze internationaler Institutionen für zeitgenössische Kunst bewegt. Dies zeigt sich nicht nur an seiner regelmäßigen Präsenz in der nationalen wie internationalen Presse, sondern auch darin, dass seine Ausstellungen zunehmend von anderen Institutionen in Städten wie Hamburg, Wien, Barcelona, Budapest, Seoul und Peking übernommen werden. 2009 war der Kunstverein zudem an der Koproduktion von Postcapital für die Biennale von Venedig (katalanischer Pavillon) beteiligt. [...] »


Zur Situation des Künstlerhauses Stuttgart

Posted: Mittwoch 30 September 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , | No Comments »

im Hinblick auf die geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich

Stand: 30. September 2009

Das Künstlerhaus wurde 1978 gegründet. Das Haus verfügt über etwa 650qm Ausstellungfläche und bietet verschiedene Produktionseinrichtungen für Künstler sowie ein Atelierprogramm an. Durch seine Struktur bildet das Künstlerhaus eine wichtige Schnittstelle zwischen internationalen Tendenzen und der lokalen Szene.

Das Künstlerhaus hat regional wie international einen hervorragenden Ruf als Ort für jüngste Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst. Den Erfolg der letzten Jahre zeigt die Vielzahl an Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowohl auf regionaler Ebene wie im internationalen Kontext. Ausstellungsprojekte des Künstlerhauses wurden von Institutionen in Utrecht, Santiago, Zürich, Berlin, Manchester und London fortgesetzt und in den wichtigsten in- und ausländischen Kunstjournalen und Zeitschriften regelmäßig besprochen. Die bisherigen Künstlerischen LeiterInnen haben anschließend an internationalen Museen und Hochschulen sowie als KuratorInnen von Großprojekten wie der Documenta in Kassel oder den Biennalen in Venedig und Berlin gearbeitet, was nicht nur die Qualität des Programms, sondern auch die Wertschätzung des Hauses verdeutlicht. In der Stadt ist das Künstlerhaus zudem ein wichtiger Katalysator für die freie Kunst- und Musik-Szene. [...] »


Stellungnahme zu den geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich

Posted: Dienstag 22 September 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Positionspapier an die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien Stuttgart
von: Württembergischer Kunstverein und Künstlerhaus Stuttgart

Stuttgart, 22. September 2009

Zur allgemeinen Situation

Am 7. September 2009 erhielten eine Reihe städtisch geförderter Kultureinrichtungen der Stadt Stuttgart ein allgemeines Anschreiben der Kulturbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann, das ihren im Zuge der Haushaltkonsolidierung konzipierten Plan zur Kürzung der städtischen Zuschüsse im Kulturbereich erläutert: Von einigen Ausnahmen abgesehen, sollen alle Kulturinstitutionen, die bislang einen städtischen Zuschuss von über 400.000 Euro erhalten, um 10 % gekürzt werden, die anderen um 5 %. Dieses Kürzungsvorhaben soll am 18. Dezember 2009 vom Gemeinderat beschlossen werden. [...] »


Leuchttürme in Not

Posted: Montag 21 September 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

THEMA: In Stuttgart droht den zentralen Kultureinrichtungen das Aus
von: Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachricheten, 21.09.2009

Kulturschaffende sind finanzielles Ungemach gewöhnt. Noch nie stimmten der gesellschaftliche Anspruch an die Theater, Museen, Musiker, Filmkunst- und Literaturhäuser mit der Realität der finanziellen Förderung überein. Ein trotzig-mutiges Dennoch gehört also zur Kulturarbeit dazu, umso mehr, als sich die Öffentlichkeit – also wir alle – nur wenig Gedanken darüber macht, unter welchen Bedingungen etwa Theaterstücke auf die Bühne kommen oder Ausstellungen erarbeitet werden. Noch weniger aber beschäftigt uns, welche Kosten tatsächlich für die künstlerischen Produktionen zur Verfügung stehen. Daran mag die Landeshauptstadt Stuttgart gedacht haben, als sie jüngst über ihre Kulturbürgermeisterin einen Brief mit einer einfachen Botschaft verschicken ließ.
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Nothilfeplan des Bundes für kommunale Kultureinrichtungen

Posted: Sonntag 20 September 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: , | No Comments »

Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats vom 20.09.2009

“[...] Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: ‘Um die Kultur vor einem Kahlschlag zu schützen, müssen die öffentlichen Kulturausgaben zu einer Pflichtausgabe der Kommunen werden. Dieses Ziel ist aber nur mittelfristig zu erreichen. Deshalb ist die Idee des Deutschen Bühnenvereins jetzt über einen Nothilfeplan des Bundes für kommunale Kultureinrichtungen nachzudenken richtig. Wir fordern die Parteien auf, noch vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag ein Signal zu geben, ob ein solcher Nothilfeplan für sie denkbar ist.’”


Kein Geld für Ausstellungen. Gegenwart ist auch eine Kunst

Posted: Dienstag 15 September 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Presse | Tags: , , , , | No Comments »
Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten,  15.09.2009
Stuttgart – Zehn Prozent will die Stadt Stuttgart bei allen Kultureinrichtungen sparen, die mehr als 400 000 Euro im Jahr Förderung erhalten. Damit sind genau jene Gelder in Gefahr, die etwa im Württembergischen Kunstverein und im Künstlerhaus Stuttgart für Ausstellungen zur Verfügung stehen.

Noch ist es ruhig. Bald aber werden sich hier die Besucher drängen. So erhofft es sich das Land. Der Aufwand ist schließlich immens – pünktlich für die Eröffnung der Großen Landesausstellung zum Leben in der Eiszeit an diesem Freitagabend sind im Stuttgarter Kunstgebäude am Schlossplatz aufwendige Umbauten abgeschlossen worden. Silberfarben glänzt im ehemaligen Raum I eine plastische Linienfigur. Doch keine Skulptur ist zu bestaunen, auch kein versteckter künstlerischer Eingriff. Schlicht eine Verkaufstheke ist es, fest eingebaut und für kühle Tage auch mit einer Innenheizung versehen. Spektakulär nennt man solche Empfangssituationen heute gerne, und spektakulär im besten Sinne wird fraglos auch die vom Archäologischen Landesmuseum erarbeitete Begegnung mit der faszinierenden Eiszeit-Welt werden. Stutzig aber macht, welche Fakten hier geschaffen werden. Glaubte man mit dem Auszug der Städtischen Galerie in den Kunstmuseums-Neubau die Binnenverwerfungen im Kunstgebäude beendet, zementiert dessen jüngster Umbau buchstäblich die repräsentative Nutzung. Die Rolle als Bühne der Großen Landesausstellungen kollidiert indes mit den Interessen des angestammten Württembergischen Kunstvereins. Grundsätzlicher noch: Sie kollidiert mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart. [...] »