Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Kulturpolitik trotz(t) Krise. Was ist zu tun?

Posted: Dienstag 10 November 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Termine | Tags: , | No Comments »

Öffentliche Diskussionsveranstaltung am Freitag, dem 13. November von 17.30 bis 20.00 Uhr im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (Museumsmeile, Willy-Brandt-Allee 14)
Pressemitteilung der Kulturpolitischen Gesellschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit unserer ersten Einladung zur Diskussionsveranstaltung am kommenden Freitag haben sich die Kommentare zur Beschreibung der kulturpolitischen Situation eher noch verschärft. Katastrophenszenarien beherrschen das Bild. Vom »großen Kahlschlag« ist in der ZEIT die Rede. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sieht sogar den »Spar-Tsunami« anrollen. Die FAZ hört ob dieser Meldungen schon die »Pfeifen im Wald des Kulturföderalismus« und sieht den Tag nicht mehr fern, »an dem sie (die »Gralshüter des Kulturföderalismus«, d.V.) laut nach dem kulturellen Zentralismus rufen.«
Was geht hier vor? Ist es die Vorwärtsverteidigung der Kulturlobby, die ein Problem erst groß redet, um sich dann hinterher auf die Schulter zu klopfen, wenn es doch nicht so schlimm kommt? Oder stehen wir tatsächlich vor einem Einbruch in die kommunale Kulturfinanzierung, der an die Substanz geht. Aber was heißt Einbruch? Und worin besteht die Substanz? Welche Einrichtungen sind unverzichtbar und für was und wen sind sie es? Keine verantwortungsbewusste kulturpolitische Diskussion kann darauf verzichten, solche Fragen zu stellen. Zumindest dann nicht mehr, wenn auch nur die Hälfte von dem eintreten sollte, was befürchtet wird. Braucht die Kultur einen Schutzschirm? Und wenn: wofür genau? Brauchen wir eine »Lex Kultur«, die diesen Bereich von Kürzungen ausnimmt oder diese zumindest begrenzt? Und wenn ja: Wie könnte oder sollte sie aussehen und wie aussichtsreich und klug wäre es, sie öffentlich einzufordern? Ist die Kulturpolitik argumentativ gerüstet, um in dieser Debatte bestehen zu können? Hat sie noch die Zustimmung, die sie dafür braucht, wo doch der Rotstift in allen Bereichen regiert? Wie bewährt sich Kulturpolitik in der Krise?
Dies sind Fragen, die jetzt auf der Agenda stehen und die am Freitag in Bonn im Haus der Geschichte verhandelt werden sollen.
Unter der Leitung unseres Präsidenten Prof. Dr. Oliver Scheytt diskutieren: Rolf Bolwin, Gf. Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Köln; Amelie Deuflhard, Intendantin der Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH, Hamburg; Klaus Hebborn, Beigeordneter/Leiter des Dezernats Bildung, Kultur und Sport beim Deutschen Städtetag, Köln; Pius Knüsel, Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Zürich und Jörg Stüdemann, Stadtrat und Beigeordneter für Kultur, Sport, Freizeit der Stadt Dortmund.

Sie sind herzlich dazu eingeladen! Um Anmeldung wird gebeten (www.kupoge.de/mv/2009/vorabend.htm).

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