Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Duisburg

Posted: Samstag 30 Januar 2010 | Author: | Filed under: Artikel, Überregionale Debatte | Tags: | No Comments »

Duisburg: Zuschuss und Zuwendung Verkauf und Verpachtung Auch weniger Politiker Teure Hundehaltung
zuletzt aktualisiert: 26.01.2010

Duisburg (RP) Vereine, Verbände und städtische Institutionen müssen sich auf teils gravierende Kürzungen der Zuschüsse und Zuwendungen einstellen. Eine Privatisierung der Niederrheinischen Kunst- und Musikschule brächte 2,4 Millionen Euro, eine schrittweise Kursgebühren-Erhöhung bis auf 30 Prozent eine Finanzverbesserung von 360 000 Euro. Ab 2011 soll der jährliche Verlustausgleich beim Filmforum wegfallen: macht 302 000 Euro.

Einsparungen bei der Volkshochschule (zwei Stellen und Senkung der Honorarkosten bei nebenberuflichen Dozenten) werden auf 150 000 Euro kalkuliert. 710 000 Euro brächte es, wenn die Stadtteilbibliotheken Vierlinden, Neumühl, Beeck, Ruhort. Wanheimerort, Rumeln-Kaldenhausen und Gesamtschule Süd an die jeweiligen Schulen verlagert beziehungsweise übergeben werden. Die Stadtbibliothek soll zudem mit 150 000 Euro weniger Geld auskommen, die Akzente nur noch alle zwei Jahre stattfinden (120 000 Euro). Bis 2014 werden Zuschüsse gekürzt für: Cubus Kunsthalle (15 000), Reibekuchentheater (50 000), Bunker Dieselstraße (41 700), Hundertmeister (114 600), Ratskeller Hamborn (20 000), Aufgabe Spielkorb (236 434). Die Eintrittspreiseanhebung beim Theater um zehn Prozent brächte zusätzlich 56 800 Euro, bei den Philharmonikern 143 200 Euro. Die Hälfte des Ausstellungetats von 60 000 Euro soll dem Kultur- und Stadthistorischen Museums gestrichen werden sowie eine Zusammenlegung mit dem Binnschifffahrtsmuseum 74 200 Euro.

Wäre in der City das Parken am Straßenrand so teuer wie im Parkhaus, würde das 300 000 Euro bringen. Eine Ausweitung von Parkgebühren auf Stadtteilzentren wird mit 400 000 Euro angesetzt. Selbst Schul-/Lehrerparkplätze sollen künftig gebührenpflichtig werden: macht 480 000 Euro.

Die Stadt will sich vom Technologiezentrum Tectrum in Neudorf trennen (647 000 Euro Einnahmen bzw. Minderausgaben sind kalkuliert), vom Theater am Marientor (1,2 Millionen Euro Verlustausgleich plus noch nicht bezifferter Verkaufserlös) sowie von weiteren zwei Prozent Anteilen am Klinikum an Sana (217 000 Euro; weil bei wesentlichen Entscheidungen eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, bliebe die Einflussmöglichkeit der Stadt erhalten).

Vorgeschlagen werden weiterhin die Schließung der Hallenbäder Wanhein, Neuenkamp, Rumeln-Kaldenhausen, Rheinhausen, Großenbaum, des Beckens am Freibad Kruppsee sowie die Erhöhung der Eintrittsgelder in die Bäder – macht zusammen mit einer Absenkung der Wassertemperatur um zwei Grad ein Einsparvolumen von rund einer Million. Aus dem Verkauf der Eissporthalle werden weitere 450 000 Euro erwartet. Und eine geplante Erhöhung der Nutzungsentgelte für Sportstätten sind mit 300 000 Euro kalkuliert. Die Vereine bezahlen pro Nutzungseinheit zwischen 92 Cent und 1,12 Euro, künftig sollen es 1,25 Euro sein. Die Berechnung erfolgte auf der Grundlage von 240 000 Trainingseinheiten pro Jahr .

Möglich sind aus Sicht der Stadtspitze aufgrund sinkender Schülerzahlen die Aufgabe von acht Grundschulen, fünf bereits beschlossenen und sechs weiteren Hauptschulen, zwei Realschulen, zwei Förderschulen, zwei Berufskollegs und einer Gesamtschule (macht zusammen Einsparungen in Höhe von fast 14 Millionen Euro).

Weitere 2,5 Millionen Euro Einsparungen erhofft sich die Stadt Duisburg durch eine Reduzierung der Kosten für die Deutsche Oper am Rhein. Erreicht werden könnte dies durch eine Beteiligung eines dritten Partners an der Theaterehe mit Düsseldorf.

Be Sociable, Share!


einen Kommentar schreiben

You must be logged in to post a comment.