Posted: Mittwoch 14 Oktober 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Kulturgemeinschaft, Literaturblatt, Podium, Sachkundige Bürger | 1 Comment »
von: Peter Jakobeit, Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V.
Lobenswert und notwenig, dieses Projekt, gar keine Frage. Es gilt, dem Unterfangen alles Glück der Welt zu wünschen.
Aber Herr Zuber hat dennoch im Kern Recht: Er kann keine echte Vernetzung, Verzahnung der hiesigen Kulturszene erkennen. Natürlich gibt es Kooperationen und Gespräche, aber das ist oft nur bilateral oder informell.
Herr Joly hat mit seiner Äußerung, die Kulturverwaltung habe seit 21 Jahren kein Kulturkonzept entwickelt, ganz sicher keine Einbahnstraße beschrieben. Es ist durchaus so, dass die Szene die Verwaltung in dieser Frage nicht unbedingt vor sich her getrieben hätte. Es herrschte und herrscht kein Druck von unten. Es sind eben doch stets Einzelkämpfer unterwegs. Es gab in der Vergangenheit einige Versuche, Netzwerke, wenigsten bezüglich eines kontinuierlichen Informationsaustausches zu installieren. Allesamt wieder eingeschlafen.
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Posted: Montag 12 Oktober 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Downloads, Kulturpolitik, News, Situation in den Kultureinrichtungen, Termine | Tags: Kürzung | No Comments »
zu den geplanten Kürzungen städtischer Zuschüsse.
Zuschüsse (PDF-Dokument)
liste
Maßnahmen gesamt
gesamt
Weitere Infos seitens der Stadt Stuttgart:
http://www.stuttgart.de/item/show/15604/1/3/375480?
Weitere Termine
bis zum endgültigen Beschluss der Sparmaßnahmen:
• 22. Oktober: Allgemeine Aussprache der Gemeinderatsfraktionen
• 9. – 24. November: 1. Lesung des Doppelhaushalts im Gemeinderat
• 7. – 9. Dezember: 2. Lesung
• 18. Dezember: 3. Lesung und Verabschiedung des Haushalts
Posted: Freitag 9 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Jes, Kürzung, Podium, Susanne Eisenmann, Theater, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
von: Christian Schönfelder
Liebe Mit-Kulturschaffenden im Kessel,
danke zunächst dem Kunstverein und allen Beteiligten für die aufschlussreiche anregende Diskussion am Mittwoch.
Wir Kulturschaffenden sollten wohl zweigleisig denken:
Zum einen: Wenn es nicht ohnehin zu spät ist, unser Publikum aktivieren, um Politikern, aber auch der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es ein breites Bedürfnis nach Kultur gibt in dieser Stadt, weil die Stuttgarter wissen, in welch hohem Maße die kulturelle Vielfalt Bestandteil der hohen Lebensqualität dieser Stadt ist.
In der Tat ist es eine politische Entscheidung, die ansteht. Natürlich müssen die Gemeinderäte Sparbeschlüsse treffen, die schmerzen, und sie sind darum wahrlich nicht zu beneiden. Aber in einer Stadt, die so wahnsinnig gerne zu den großen Metropolen aufsteigen würde, müssen sie sich überlegen, welche Schwerpunkte sie setzen. Ob es der richtige Weg ist, überall 5 bis 10 Prozent wegzunehmen, damit die Lebensqualität einzudampfen und Arbeitsplätze zu vernichten. Oder ob es andere Möglichkeiten gibt, auf die Krise zu reagieren. Nur am Rande ein kleiner Vergleich, der viel besagt: 12 km Autobahn kosten uns Steuerzahler so viel wie sämtliche Goethe-Institute weltweit.
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Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Kommunales Kino, Susanne Eisenmann | 1 Comment »
Was ist eigentlich mit dem Kommunalen Kino? Frau Eisenmann hatte in einer Nacht-und Nebelaktion im vergangenen Jahr das KoKi abgeschafft!
Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Kürzung, Popbüro, Rock Stuttgart e.V. | 1 Comment »
Die Musikinitiative Rock Stuttgart e.V. sorgt seit über 31 Jahren für die Musiker in unserer Stadt mit Proberäumen, Konzerten und Beratung. Mit sehr viel bürgerschaftlichem Engagement leistet die M.I.R einen unverzichtbaren Beitrag zur Musiklandschaft der Stadt Stuttgart. Die Stadtverwaltung sieht dies jedoch anders und schlägt vor, die etwas über 60.000 EUR Zuschüsse komplett zu streichen. Für das Popbüro Region Stuttgart ist die M.I.R. der wichtigste Kooperationspartner in der Stadt. Zusammengerechnet mit den vorgesehenen Zuschusskürzungen und den ausstehenden Projektbewilligungen beim Popbüro und anderen Instutionen sollen der freien Pop- und Rockmusikszene weit über 100.000 Euro gestrichen werden. Damit ist das bestehende Angebot, das auch wirtschaftliche Impulse in der Musik- und Live-branche erzeugt nicht aufrecht zu erhalten. Ein falscher Weg, der aus unserer Sicht nicht hinnehmbar ist und politische Einflussnahme erfordert. Und ich möchte es mal so ausdrücken: Wir sind laut. Und gemeinsam sind wir noch etwas lauter.
Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Stadtbücherei, Volkshochschule | No Comments »
Von: Hannelore Jouly
Als ehemalige Direktorin der Stadtbücherei und jetzige Vorsitzende des Tägervereins der VHS freue ich mich sehr über die Solidarität in der Kulturszene.
Die Kultur braucht die Bildungseinrichtungen wie Stadtbücherei und VHS, denn hier wird sozusagen Publikum, junges Publikum, auf Teilhabe an Kultur vorbereitet. Als Beispiele nenne ich die kreativen Leseförderprogramme der Stadtbücherei und die Chancen die die VHS durch Nachholen von Bildungsabschlüssen bietet
(Haupt-und Realschulabschluss, Fachhochschulreife und Abitur). Lebenslanges Lernen andererseits ist ohne intensives Auseinandersezten mit Kunst und Kultur weder kreativ noch innovativ.
Sowohl Stadtbücherei wie VHS sind erfahrene und erfolgreiche Partner in der Kooperation mit allen Kultureinrichtungen.
Ich möchte die versammelte Kulturszene anregen, sichtbare und aufsehenerregende Zeichen in die Stadt zu setzen: Ein Netzwerk zieht sich durch die Stadt, ein Tag des kulturellen Schweigens, ein grosses Aufseufzen lässt die Stadt erzittern oder …. und so weiter….
Ich wünsche uns grosse Erfolg
Hannelore Jouly
Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Aktivitäten, Artikel, Kulturpolitik, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Ausschuss für Kultur und Medien, Jazzclub Bix, Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
von: Jan Löchte
Sehr geehrte Mitglieder des Ausschuss für Kultur und Medien
Angesichts der geplanten Kürzungen im Kulturbereich möchte ich Ihnen dringend ans Herz legen, die zu erwartenden Auswirkungen auf die Spielräume einzelner Institutionen und des kulturellen Lebens in Stuttgart als Ganzem genau zu überdenken.
Auch wenn die geplanten Kürzungen von 5, bzw. 10 Prozent möglicherweise zunächst als vertretbar erscheinen, werden diese Kürzungen einschneidende und spürbare Auswirkungen haben, da nicht nur die Zuschüsse fehlen, sondern auch die Beantragung von Drittmitteln wegen des fehlenden Eigenanteils nicht mehr möglich ist. Das Künstlerhaus Stuttgart würde dann gar keine Ausstellungen mehr machen können, der Württembergische Kunstverein gerade noch zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr. Beides sind jedoch Häuser, die sich speziell mit der jüngeren, internationalen, zeitgenössischen Kunst befassen und sich auf diesem Sektor einen sehr guten Ruf weit über die Region Stuttgart hinaus erworben haben. Entsprechend würde ein derart großer Einschnitt in die Tätigkeit der beiden Häuser einen negativen Effekt auf den Ruf Stuttgarts im kulturellen Bereich nach sich ziehen. Ebenso würden die nicht unerheblichen Drittmittel auch nicht mehr bei Zulieferern, Händlern und Beschäftigten in der Region Stuttgart ankommen.
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Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Künstlerhaus Stuttgart, Landesarchiv, Podium, Susanne Eisenmann | No Comments »
Von: Michael Wackwitz
gerade komme ich von der Podiumsdiumsdiskusion, die im Württembergischen Kunstverein Stuttgart stattfand zurück und möchte mich auf diesem Weg an diejenigen wenden, die für die Kürzungen im Kulturbereich verantwortlich sind. Das Künstlerhaus Stuttgart ist eine Einrichtung, dessen Bedeutung zu Unrecht oft unterschätzt wird. Ich betreue dort die Grafikwerkstatt im Bereich der Lithografie (Steindruck). Diese Werkstätten gehören zu den wenigen Orten, in denen historische Drucktechniken gepflegt werden. Die Bedeutung und Vermittlung alter Drucktechniken sollte Ihnen nicht unbekannt sein. Wer Abschied von seiner Vergangenheit nimmt, kommt mit der Gegenwart und Zukunft nicht zurecht.
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Posted: Donnerstag 1 Oktober 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
Von: Künstlerhaus Stuttgart und Württembergischer Kunstverein
Es gibt in Stuttgart, in der Landeshauptstadt eines der reichsten Bundesländer Deutschlands, nur zwei Ausstellungsinstitutionen, die sich dezidiert der zeitgenössischen Kunst widmen und mit ihrem avancierten Programm nicht nur auf lokaler und regionaler, sondern auch auf internationaler Ebene seit Jahrzehnten hoch geschätzt werden: den Württembergischen Kunstverein und das Künstlerhaus Stuttgart.
Aufgrund der derzeitigen Kürzungsvorhaben der Stadt Stuttgart im Kulturbereich, steht ihre Existenz nun auf dem Spiel. Die dramatische Situation ist Ergebnis von bereits seit Jahrzehnten schwindender öffentlicher Zuschüsse. Bereits heute wirtschaften die beiden Institutionen, wie viele andere Einrichtungen im Kulturbereich, mit einem Minimum an Personal. Die Zuschüsse decken längst nicht mehr die Fixkosten, obwohl diese auf die unterste Grenze zurückgeschraubt wurden, und das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ist nur über Drittmittel, die kaum Planungssicherheit bieten, zu realisieren. Vor dem Hintergrund dieser prekären Situation, würden jegliche weiteren Kürzungen, auch wenn ihr Umfang zunächst noch so moderat erscheint, eine Fortsetzung der Programmarbeit unmittelbar gefährden und eine irreparable Lücke in der städtischen Kulturlandschaft hinterlassen. [...] »
Posted: Mittwoch 30 September 2009 | Author: admin | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Kürzung, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
im Hinblick auf die geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich
Stand: 30. September 2009
Mit seinen rund 3.000 Mitgliedern und einer Ausstellungsfläche von 2.000 qm zählt der Württembergische Kunstverein zu den größten Kunstvereinen Deutschlands. 1827 gegründet, ist er zudem einer der ältesten.
Der Kunstverein hat in den letzten Jahren nicht nur an lokaler und regionaler Bedeutung gewonnen, sondern sich mit Ausstellungen wie Stan Douglas, Anna Oppermann, Noh Suntag, Postcapital oder Subversive Praktiken an die Spitze internationaler Institutionen für zeitgenössische Kunst bewegt. Dies zeigt sich nicht nur an seiner regelmäßigen Präsenz in der nationalen wie internationalen Presse, sondern auch darin, dass seine Ausstellungen zunehmend von anderen Institutionen in Städten wie Hamburg, Wien, Barcelona, Budapest, Seoul und Peking übernommen werden. 2009 war der Kunstverein zudem an der Koproduktion von Postcapital für die Biennale von Venedig (katalanischer Pavillon) beteiligt. [...] »
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