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	<title>e-stuttgart &#187; Art Parade</title>
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		<title>Stuttgarter Kulturdialog II. Akt</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 09:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tdomf_00b99</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt sollen wir also in einen &#8220;Dialog&#8221; treten mit genau jener Obrigkeit, die bislang weder Kompetenz, Vertretung kunst- und kulturpolitischer Notwendigkeiten noch Dialogbereitschaft gezeigt hat &#8211; alles bereits wieder vergessen? Zur Erinnerung: die Kürzungen wurden von Frau Dr. Susanne Eisenmann, Stuttgarter Bürgermeisterin Referat Kultur, Bildung und Sport,den betroffenen Institutionen, Initiativen, Vereinen usw. in einem non-chalanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt sollen wir also in einen &#8220;Dialog&#8221; treten mit genau jener Obrigkeit, die bislang weder Kompetenz, Vertretung kunst- und kulturpolitischer Notwendigkeiten noch Dialogbereitschaft gezeigt hat &#8211; alles bereits wieder vergessen? Zur Erinnerung: die Kürzungen wurden von Frau Dr. Susanne Eisenmann, Stuttgarter Bürgermeisterin Referat Kultur, Bildung und Sport,den betroffenen Institutionen, Initiativen, Vereinen usw. in einem non-chalanten Schreiben einfach mitgeteilt. Bei der jetzt angesetzten Veranstaltung handelt es sich nicht um einen Dialog, sondern um eine u.a. von der LBBW-Stiftung (!) geförderte Vortragsveranstaltung, die wohl mehr den Zweck hat,kommunalpolitische StellvertreterInnen und das kommunale Verwaltungspersonal fortzubilden, als einen Dialog zu befördern.<br />
<span id="more-2148"></span><br />
Wie naiv ist die hiesige Kunst- und Kulturszene eigentlich? Doch halt, wir dürfen ja kommentatorische und unverbindlich Rat gebende Arbeitsgruppen bilden und unbezahlte Erkenntnisarbeit leisten &#8230; Für diejenigen mit Kurzzeitgedächtnis: das hatten wir alles schon mal im Zusammenhang mit Stuttgart 21&#8230;Zumindest diesem Teil der Kunst- und KulturproduzentInnen, die diese Veranstaltung organisieren, scheint es doch lieber zu sein, einem versöhnlich-bürgerlich-neo-/konservativen &#8220;Dialog&#8221; zwischen Ungleichen zu frönen und lieber den &#8220;schönen Schein&#8221; (H. Marcuse) weiter mit produzieren, anstatt Widerstand zu leisten. (Vielleicht geht es bei dieser Veranstaltung ja auch nur darum, sich die richtige Position im Feld der Vorteile und Zuwendungen zu sichern.) Dass Kunst- und Kulturproduktion möglicherweise etwas mit Politik und Kritik zu tun hat, scheint als Erkenntnis in dieser Stadt noch nicht so richtig angekommen zu sein. Zugebenermaßen ist es ja auch fast unmöglich, über den Stuttgarter Kessel hinauszublicken und da hilft eine solche ExpertInnen-Veranstaltung sicherlich dabei, das Blickfeld zu erweitern &#8211; ein Blickfeld, das durch die zukünftigen Tunnelbauten dann wieder eng geführt wird. Es scheint eben doch hoffnungslos zu sein, in der kunst- und kulturpolitischen Provinz Lernprozesse oder gar Veränderungen zu erwarten.  In diesem Sinne: viel Spass beim &#8220;Dialog&#8221; &#8230;</p>
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		<title>Kaputt gespart? Kommunen kürzen bei der Kultur</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 16:46:51 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beitrag in: Titel, Thesen, Temperamente, Das Erste/NDR, 6.12.1009</strong><br />
Link zum Sendebeitrag<br />
<a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3467928?pageId=487872&amp;moduleId=431902&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=" target="_blank">http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3467928?pageId=487872&amp;moduleId=431902&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=</a></p>
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		<title>Petitionsliste</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 15:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tdomf_00b99</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf www.artparade-stuttgart.de gibt es neuerdings eine Petitionsliste gegen die Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich. Es wäre schön, wenn alle, die den Stuttgarter Appell unterstützen, sich eintragen würden und die Info weiterverbreiten. Vielen Dank!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.artparade-stuttgart.de" target="_blank">www.artparade-stuttgart.de</a> gibt es neuerdings eine Petitionsliste gegen die Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich. Es wäre schön, wenn alle, die den Stuttgarter Appell unterstützen, sich eintragen würden und die Info weiterverbreiten. Vielen Dank!</p>
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		<title>Jeder bekommt, was er verdient – Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 12:00:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor ca. sechs Wochen wurde ich für einen ähnlich lautenden Artikel heftig kritisiert (http://www.e-stuttgart.org/2009/10/kurzungen-jeder-bekommt-was-er-verdient/). Der Titel bleibt, was sich ändert, ist der Inhalt. Die Art Parade war – unabhängig von der Kürzungsdebatte – ein voller Erfolg, denn sie hat gezeigt, dass bei all den kontrovers geführten Diskussionen zwischen den Kultureinrichtungen ein gemeinsamer Nenner besteht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. sechs Wochen wurde ich für einen ähnlich lautenden Artikel heftig kritisiert (http://www.e-stuttgart.org/2009/10/kurzungen-jeder-bekommt-was-er-verdient/). Der Titel bleibt, was sich ändert, ist der Inhalt.</p>
<p>Die Art Parade war – unabhängig von der Kürzungsdebatte – ein voller Erfolg, denn sie hat gezeigt, dass bei all den kontrovers geführten Diskussionen zwischen den Kultureinrichtungen ein gemeinsamer Nenner besteht, dass man bei aller Unterschiedlichkeit am selben Strang zieht.<br />
Und nicht nur das. Auch die Einstellung innerhalb der Vereine und Einrichtungen scheint sich bereits zu ändern.<br />
<span id="more-624"></span><br />
Erst vor wenigen Tagen bin ich von einer Mitarbeiterin des Künstlerhauses auf die äußerst attraktiven Angebote des Hauses und die Vorzüge einer Mitgliedschaft hingewiesen worden (z.B. die kostengünstige Nutzung der Werkstätten). Das hat mich gefreut, denn genau dieses Zugehen auf die Besucher ist es doch, was es heutzutage braucht. Bei einem so großen Freizeit- und Kulturangebot ist die Annahme, die Besucher würden schon von alleine kommen, denn schließlich sind die Angebote ja so toll, schlichtweg verfehlt. Die Kultureinrichtungen müssen aktiv auf die Menschen zugehen!<br />
Allen, die sich jetzt selbstgefällig zurücklehnen und sagen, dass man ja schon 3.000 Mitglieder habe (WKV), sei gesagt: Auch Journalisten und Politiker sind Menschen! Auch auf die muss man zugehen, und zwar ganz besonders!</p>
<p>So gelungen die Art Parade war, ein paar Fragen bleiben: Bedarf es immer erst solch misslicher Umstände, damit eine solche Aktion entstehen kann? Warum kooperiert man nicht bereits in (halbwegs) guten Zeiten miteinander?  Wenn Susanne Benda davon träumt, dass sich Kultureinrichtungen und -vereine „ganz uneitel zusammenschließen“, um aus „geteiltem Etat doppelten Effekt“ zu ziehen (http://www.e-stuttgart.org/2009/11/damit-das-denken-die-richtung-andern-kann/), dann kann man nur hoffen, dass dieser Traum bald Realität wird. Iris Dressler behauptet zwar, dies sei schon jetzt der Fall, doch sei die Frage erlaubt, ob die Art Parade ohne den besagten „Druck von oben“ entstanden wäre. Die Antwort: Wohl kaum.<br />
Sicherlich, in der eigenen Sparte hat der WKV schon mit der ein oder anderen Einrichtung zusammengearbeitet (z.B. mit der Staatsgalerie bei der „Stan Douglas“-Ausstellung), aber wie sieht es denn spartenübergreifend aus? Vielleicht hat Frau Dressler eine positive Antwort parat, aber es dreht sich hier ja nicht nur um den WKV. Und in den meisten Kultureinrichtungen, so scheint es mir, kocht jeder gern sein eigenes Süppchen. In diesem Zusammenhang bin ich auch gespannt, ob die Art Parade (oder etwas ähnliches) nächstes Jahr stattfindet.</p>
<p>Erschreckend finde ich, dass bei einigen – und da bin ich leider schon wieder beim WKV – noch immer keine Selbstkritik stattfindet. Schuld sind die anderen, die Bösen sind die Politiker. Punkt. Aus. Basta. Ganz davon abgesehen, dass ich dieses Verhalten für taktisch unklug halte, weil sich dadurch nur die Fronten verhärten, finde ich es nicht richtig.<br />
Klar, der Kürzungsbrief kam ohne Ankündigung zur Tür hereingeflattert, dennoch sollte sich speziell in Zeiten leerer öffentlicher Kassen jede Einrichtung auch selbst hinterfragen: Wer sind wir? Was machen wir? Warum machen wir das? Wo wollen wir hin? Und wenn man schon dabei ist, dann fragt man sich am besten auch noch: Für wen machen wir das? Und, was können wir besser machen?<br />
Denn eines ist klar: Eine Stadt ist kein Mäzen. Kunst fördern, weil sie das Gute, Wahre und Schöne ist, reicht als Antwort nicht mehr. Insofern sollte man auch Abschied nehmen von Plattitüden wie „Kultur ist keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft“. Gääääääähn! Kann man solche Sprüche nicht durch Argumente austauschen? Was kann Kultur denn wirklich leisten? Ich geb zu, diese Frage verleitet zu Allgemeinplätzen, deshalb lautet sie wohl besser: Was können wir als Kultureinrichtung für die Stadt Stuttgart und seine Bürger leisten?</p>
<p>Wenn die Kultureinrichtungen all diese Fragen beantworten können, wenn sie kooperieren, wenn sie die Bürger aktivieren, dann mach ich mir keine Sorgen, dass sie recht bald auch das bekommen, was sie verdienen: Mehr Geld, mehr Aufmerksamkeit, mehr Anerkennung!</p>
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		<title>Damit das Denken die Richtung ändern kann</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:06:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Spardebatte: Warum nicht mal ganz anders? Einige mögliche und einige unmögliche Auswege aus einer verfahrenen Diskussion Von Susanne Benda, Stuttgarter Nachrichten, 21.11.209 So sieht die Solidarität der Kulturschaffenden aus: Die Staatsoper, von den für 2010/11 geplanten Kultur-Streichplänen der Stadt Stuttgart nicht betroffen, lädt am Montag die kommunalen Institutionen zu einer Diskussion ins Foyer. Dort wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spardebatte: Warum nicht mal ganz anders? Einige mögliche und einige unmögliche Auswege aus einer verfahrenen Diskussion<br />
</strong><a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2285239_0_2147_-damit-das-denken-die-richtung-aendern-kann.html" target="_blank">Von Susanne Benda, Stuttgarter Nachrichten, 21.11.209</a></p>
<p>So sieht die Solidarität der Kulturschaffenden aus: Die Staatsoper, von den für 2010/11 geplanten Kultur-Streichplänen der Stadt Stuttgart nicht betroffen, lädt am Montag die kommunalen Institutionen zu einer Diskussion ins Foyer. Dort wird der &#8220;Stuttgarter Appell&#8221; verabschiedet, mit dem sich alle gemeinsam gegen die Kürzungen wehren. Zum krönenden Abschluss einer Künstlerprozession am Donnerstag, der ersten Stuttgarter &#8220;Art Parade&#8221;, wird dem Oberbürgermeister und dem Gemeinderat das Papier überreicht.<br />
<span id="more-610"></span>Was in dieser Woche geschah, war gut und richtig. Und es war ein schlagender Beweis dafür, dass unter starkem Druck von oben selbst Künstler gruppenfähig sein können, die immer egozentrisch sind, weil sie fortwährend das Besondere vor dem Allgemeinen, das Individuelle vor der Masse verteidigen müssen.</p>
<p>Trotzdem bleibt das Gemeinsame so lange bloß Behauptung, bis aus der kollektiven Trauer über die absehbaren finanziellen Verluste und die damit verbundenen Beschneidungen der künstlerischen Spielräume ein aktives solidarisches Handeln geworden ist.</p>
<p>Nicht zu träumen wagen wir von Idealfällen wie etwa dem, dass Theater, denen die Stadt nichts nehmen will, freiwillig Etatkürzungen anbieten, um jene Institutionen zu retten, denen sämtliche kommunalen Gelder gestrichen werden. Kaum zu träumen wagen wir davon, dass sich Chöre, Ensembles, Theater gelegentlich ganz uneitel zusammenschließen, um aus geteiltem Leid halbes Leid und aus geteiltem Etat doppelten Effekt zu ziehen. Zu träumen wagen wir aber von einer riesigen Kultur-Benefizveranstaltung in großem Rahmen, etwa im &#8211; solidarisch gratis zur Verfügung gestellten &#8211; Staatstheater oder in der Staatsoper; die Künstler, allesamt Mitglieder Stuttgarter Kulturinstitute, träten umsonst auf, und für die hohe Qualität würden die Bürger gerne ebenso gerne zahlen, wie sie womöglich einen &#8220;Stuttgarter Kulturcent&#8221; akzeptierten, der auf jedes Ticket für jede Stuttgarter Kulturveranstaltung draufgeschlagen würde.</p>
<p>Beide Einnahmen zusammen bildeten einen finanziellen Grundstock, mit dessen Hilfe sich ein Kulturfonds bilden ließe oder eine neue Kulturstiftung. Bürgerschaftliches Engagement wäre die Basis dieser Hilfseinrichtung, und warum sollte es nicht möglich sein, die Stadt zur Anerkennung dieser Leistung und zur Zustiftung etwa in der Weise zu bewegen, wie sie zuletzt in Freiburg die Theaterfreunde anregten? Dort gibt die Kommune zu jedem privat gespendeten Euro einen halben dazu. Auch in Bietigheim wurde vor einem halben Jahr ein ähnliches Modell initiiert.</p>
<p>Bei der Diskussion in der Staatsoper war mehrfach vom &#8220;Tunnelblick&#8221; der städtischen Kulturpolitik die Rede. Doch ein solcher findet sich auch unter den Kulturschaffenden selbst. Hier sind die Bösen, dort die Guten; die einen geben, die anderen nehmen. Warum kochen da so viele, nachdem sie zuvor das &#8220;Wir&#8221; emphatisch hochhielten, in Gesprächen mit den Gemeinderatsfraktionen doch nur wieder ihre eigenen Süppchen? Und warum sprechen sie immer nur mit den kulturpolitischen Sprechern der Fraktionen, anstatt gemeinsam mit deren Wirschaftsexperten über Modelle nachzudenken, welche die geplanten Kürzungen ausgleichen oder zumindest im Rahmen halten könnten? Den Beweis dafür, dass Krisen Kreativität freisetzen, sind Stuttgarts Kulturinstitutionen ihrer Stadt noch schuldig.</p>
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		<title>Bilder und Töne zur Artparade</title>
		<link>http://www.e-stuttgart.org/2009/11/bilder-und-tone-zur-artparade/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:37:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[TV/Radio Kulturzeit, 19.11.2009 http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&#38;obj=15607 Kulturzeit-Impfung: Art Parade Der Kultur gehts an den Kragen. In Wuppertal muss erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise ein Theater geschlossen werden. Und in Stuttgart zogen heute Künstler in einer &#8220;Art Parade&#8221; durch die Straßen, um gegen die Sparpläne im Kulturbereich zu demonstrieren Deutschlandradio Kultur, Fazit, 19.11.09 23:19 Uhr Interview mit Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TV/Radio</strong></p>
<p><em><strong>Kulturzeit, 19.11.2009</strong></em><br />
<a href="http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=15607" target="_self">http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=15607</a><br />
Kulturzeit-Impfung: Art Parade Der Kultur gehts an den Kragen. In Wuppertal muss erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise ein Theater geschlossen werden. Und in Stuttgart zogen heute Künstler in einer &#8220;Art Parade&#8221; durch die Straßen, um gegen die Sparpläne im Kulturbereich zu demonstrieren</p>
<p><em><strong>Deutschlandradio Kultur, Fazit, 19.11.09 23:19 Uhr</strong></em><br />
Interview mit Hans D. Christ<br />
<a href="http://m.podcast.de/episode/1407007/%22Art-Parade%22_Stuttgarter_K%C3%BCnstler_protestieren_gegen_kulturellen_Kahlschlag">http://m.podcast.de/episode/1407007/%22Art-Parade%22_Stuttgarter_K%C3%BCnstler_protestieren_gegen_kulturellen_Kahlschlag</a></p>
<p><em><strong>SWR 4, Baden Württemberg Aktuell, 19.11.2009 </strong></em><br />
Protest gegen geplante Kultur-Kürzungen<br />
<a href="http://www.swr.de/swr4/bw/nachrichten/heilbronn/-/id=258308/nid=258308/nid=258308/did=5638566/pv=video/yijy7k/index.ht" target="_self">http://www.swr.de/swr4/bw/nachrichten/heilbronn/-/id=258308/nid=258308/nid=258308/did=5638566/pv=video/yijy7k/index.ht</a></p>
<p><strong>Blogs etc.</strong></p>
<p><em><strong>artparade.de</strong></em><br />
<a href="http://www.artparade-stuttgart.de/bilder/index.html" target="_blank">http://www.artparade-stuttgart.de/bilder/index.html</a></p>
<p><em><strong>Facebook</strong></em><br />
<a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=2885399&amp;id=167634584772#/photo.php?pid=2885332&amp;id=167634584772&amp;fbid=177930014772" target="_self">http://www.facebook.com/photo.php?pid=2885399&amp;id=167634584772#/photo.php?pid=2885332&amp;id=167634584772&amp;fbid=177930014772</a></p>
<p><em><strong>Esslinger Zeitung</strong></em><br />
<a href="http://mediathek.ez-online.de/details.php?image_id=3545" target="_blank">http://mediathek.ez-online.de/details.php?image_id=3545</a></p>
<p><em><strong>Kessel.tv</strong></em><br />
<a href="http://www.kessel.tv" target="_blank">http://www.kessel.tv</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kunst kommt von Gunst</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Art Parade]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgarter Appell]]></category>

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		<description><![CDATA[von: Anne Guhlich, Stuttgarter Nachrichten, 20.11.2009 Stuttgart &#8211; Fünf Millionen Euro will die Stadt Stuttgart 2010 im Kulturbereich einsparen. Die Kunstszene hat am Donnerstag bei der Art Parade gegen die geplanten Kürzungen demonstriert. An dem Zug durch die Innenstadt beteiligten sich laut Polizei 1500 Menschen. Die Szene erinnert an ein Kostümspektakel: Ein blauer Pilz &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2283722_0_2147_-art-parade-kunst-kommt-von-gunst.html" target="_blank">von: Anne Guhlich, Stuttgarter Nachrichten, 20.11.2009</a></p>
<p>Stuttgart &#8211; Fünf Millionen Euro will die Stadt Stuttgart 2010 im Kulturbereich einsparen. Die Kunstszene hat am Donnerstag bei der Art Parade gegen die geplanten Kürzungen demonstriert. An dem Zug durch die Innenstadt beteiligten sich laut Polizei 1500 Menschen. Die Szene erinnert an ein Kostümspektakel: Ein blauer Pilz &#8211; so groß etwa wie ein Schäferhund &#8211; huscht durch die Menschenmassen. Erst bei genauem Hinsehen, kann man einen Mensch unter dem blauen Pilzhut erkennen. Ein als Giraffe verkleideter Stelzenläufer schreitet herum. Dann legt ein Clown den Zug aus ungefähr 1500 Menschen lahm.<br />
<span id="more-601"></span>Der Grund: Auf der Stoßstange des Polizeiwagens liegt ein Blatt. Mit großen Gesten macht der Clown darauf aufmerksam. Das Publikum am Straßenrand lacht und klatscht. Die Art Parade ist wie ein mobiles Theaterstück. Nur dass es keine freiwillige Inszenierung ist und dass es eigentlich nicht um Unterhaltung geht, sondern um Geld.</p>
<p>Inszeniert wird das Spektakel vom Verein Kunst08+. Vorsitzender ist Ludger Hünnekens, Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Vor vier Wochen haben die Veranstalter bei einer Sitzung beschlossen: Die Sparpläne der Stadt können von der Stuttgarter Kunstszene nicht unkommentiert bleiben.</p>
<p>Zunächst habe man an eine richtige Demonstration gedacht, sagt Projektleiterin Jenny Sturm &#8211; also mit den Gewerkschaften und allem drum und dran. Doch dann hat sich der Verein auf die Kernfähigkeit der Kunst besonnen: Kreative und innovative Dinge schaffen. Nicht nur Protest, sondern auch Lösungen wolle man durch die Parade aufzeigen.</p>
<p>Nur &#8211; was denn Lösungen sein könnten, das wissen die Art-Parade-Macher selbst nicht so genau. &#8220;Schon die Parade ist ein Erfolg&#8221;, sagt Tobias Wall vom Organisationsteam.. Die Parade, an der sich rund 150 Stuttgarter Institutionen beteiligt haben, soll ein Zeichen setzen: Mit dem Verein Kunst08+ haben sich nicht diejenigen an die Spitze der Bewegung gesetzt, die unmittelbar von den Kürzungen betroffen sind, sondern in erster Linie private Galeristen. &#8220;Wir wollen so die Solidarität der Kunstgemeinschaft zeigen&#8221;, sagt die Kunsthistorikerin Jenny Sturm bevor wie sie wieder ans Handy muss. Die Polizei will die Kehrmaschine nicht kehren lassen, weil sie geschmückt ist.</p>
<p><strong>Teil einer längeren Strategie</strong></p>
<p>An eine richtige Unterhaltung wäre in dem Tumult aber ohnehin nicht zu denken. Gerade schieben junge Menschen eine Sackkarre vorbei. Darauf haben sie Boxen geladen. &#8220;Freude schöner Götterfunken&#8221; tönt aus dem Gerät. Nicht Freude, sondern Bestürzung und nicht Beethoven sondern Bach, heißt es bei der Bachakademie. Diese steht wie das Figurentheater Fitz, das Jes, die Theaterfestivals, die Märchenwoche sowie die Festwoche und der Ausstellungsetat des Württembergischen Kunstvereins auf der Streichliste.</p>
<p>Anderen Institutionen wie dem Eurythmeum, das bisher einen städtischen Zuschuss von 50 000 Euro bekommen hat, sind die Fördergelder komplett gestrichen worden. &#8220;Wir sind zwar Nischenkunst&#8221;, sagt Bühnenkünstlerin Antonia Neveu. Aber genau das mache ja das Eurythmeum aus. &#8220;Es ist die erste und einzige Eurythmiebühne in Deutschland.&#8221;</p>
<p>Total gestrichen ist auch die Förderung für das Feuerwehrmuseum in Höhe von 115000 Euro. Dessen engagierte Macher haben sich nicht an der Art Parade beteiligt &#8211; offenkundig ist auch in Sachen Protest noch Luft nach oben. Auch in der Frage der Solidarität &#8211; im Gegensatz zur Kunstakademie und zum Staatstheater hisste die Musikhochschule am Donnerstag nicht die Art-Parade-Flagge.</p>
<p>&#8220;Ohne Gunst ist alle Kunst umsunst&#8221;, haben die Kulturschaffenden auf ihre Schilder geschrieben. Und um Oberbürgermeister Wolfgang Schuster von dieser Parole zu überzeugen, gehen Iris Dressler (Co-Direktorin des Württembergischen Kunstvereins), Ludger Hünnekens und Staatsschauspielintendant Hasko Weber am Ende der Kundgebungen in den dritten Stock des Rathauses und überbringen dem OB den eigens formulierten &#8220;Stuttgarter Appell&#8221;.</p>
<p>Ob die Art Parade mehr als ein buntes Spektakel war, werden die nächsten Sitzungen des Gemeinderats zeigen. Die Parade sei nur ein &#8220;fröhlicher Auftakt&#8221; gewesen, sagt indes Mitinitiator Georg Winter. &#8220;Bisher waren in Stuttgart immer alle so separat&#8221;, das soll sich in Zukunft ändern. &#8220;Die erste Parade ist nur Teil einer längeren Strategie&#8221;, sagt er. Dann hat der Clown das Blatt vom Polizeiwagen entfernt und der Zug zieht weiter.</p>
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		<title>Künstler bremsen Verdi aus</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Art Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgarter Appell]]></category>

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		<description><![CDATA[Von: Inge Jacobs und Jan Ulrich Welke, Stuttgarter Zeitung, 20.11.2009 Stuttgart &#8211; Beim Protest gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Haushalt haben die Betroffenen am Donnerstag die Qual der Wahl gehabt. Denn statt zu einer gemeinsamen Aktion vor dem Rathaus hatten die Gewerkschaft Verdi und die Organisatoren der &#8220;Art Parade&#8221; zu zwei konkurrierenden Veranstaltungen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2283684_0_9937_-doppeldemo-in-stuttgart-kuenstler-bremsen-verdi-aus.html" target="_self">Von: Inge Jacobs und Jan Ulrich Welke, Stuttgarter Zeitung, 20.11.2009</a></strong><br />
Stuttgart &#8211; Beim Protest gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Haushalt haben die Betroffenen am Donnerstag die Qual der Wahl gehabt. Denn statt zu einer gemeinsamen Aktion vor dem Rathaus hatten die Gewerkschaft Verdi und die Organisatoren der &#8220;Art Parade&#8221; zu zwei konkurrierenden Veranstaltungen in der Innenstadt aufgerufen. &#8220;Die Künstler wollten uns nicht dabeihaben&#8221;, sagte die Verdi-Mitarbeiterin Christel Meyer zu Berstenhorst. Mit der Dienstleistungsgewerkschaft und ihren Luftballons wollten diese &#8220;nichts am Hut haben&#8221;. Grund sei das &#8220;unterschiedliche Niveau&#8221; der Protestaktionen.<br />
<span id="more-598"></span>Und so kam es, dass Verdi mit dem Stuttgarter Bündnis am Donnerstag um 16 Uhr seine Kundgebung mit laut Polizei 300, laut Veranstalter 500 Teilnehmern auf dem Schillerplatz abhalten musste, derweil die Künstler ihren Protestzug schon um 14 Uhr am Künstlerhaus gestartet hatten und um 16 Uhr, rechtzeitig vor der Sitzung des Gemeinderats, sich mit laut Polizei 1500 Demonstranten auf dem Marktplatz für ihre Anliegen Gehör verschaffen konnten.</p>
<p>&#8220;Wir sind, was Demos betrifft, nicht mehr so erfahren&#8221;, hat Ludger Hünnekens anfangs in der Reuchlinstraße in ein Megafon gerufen. Auch der Rektor der Kunstakademie dürfte ebenso wenig wie der Staatsopernintendant Albrecht Puhlmann, der Literaturhausleiter Florian Höllerer, der Chef der Kulturgemeinschaft Peter Jakobeit oder Petra von Olschowski, die Geschäftsführerin der Kunststiftung, sonderliche Routine beim Demonstrieren haben.</p>
<p><strong>Protestlindwurm vor dem Künstlerhaus</strong></p>
<p>Sie alle, einige der führenden Vertreter des Kulturbetriebs, reihten sich allerdings ebenso wie rund 1500 andere Kunstschaffende in den Protestlindwurm ein, der sich um 14 Uhr vor dem Künstlerhaus in der Reuchlinstraße in Bewegung setzte. Über die Augusten- und Tübinger Straße erreichte der Zug gegen 16 Uhr den Marktplatz, wo dem OB von Hünnekens, dem Schauspielintendanten Hasko Weber und der Direktorin des Kunstvereins, Iris Dressler, der &#8220;Stuttgarter Appell zu den Kürzungen im Kulturbereich&#8221; übergeben wurde. &#8220;Wir hatten den Eindruck, dass er zumindest physisch innegehalten hat&#8221;, sagte Hünnekens anschließend über Schusters Reaktion.</p>
<p>Die Künstler befürchten, dass die Kürzungspläne für die Beratungen zum Doppelhaushalt umgesetzt werden: Dann wären einige Einrichtungen in ihrer Existenz gefährdet. &#8220;Contra Musica?&#8221;, fragte auf seinen Transparanten das Ensemble Pro Musica. &#8220;162 Jahre Stuttgarter Oratorienchor – und jetzt Schluss?&#8221; so die Anklage auf einem anderen. Mitglieder dieser Ensembles, die vom Sparkurs betroffen sind, und viele andere Vertreter von Kulturinstitutionen protestieren.</p>
<p>&#8220;In Stuttgart wird das genannte Sparziel für einige Einrichtungen das Aus bedeuten, andere werden kaum noch auf dem bisherigen nationalen und internationalen Niveau arbeiten können&#8221;, heißt es in dem &#8220;Appell&#8221;, in dem eine Fortsetzung der finanziellen Unterstützung gefordert wird: &#8220;Diese zu verlieren, um kurzfristig angesetzte Sparziele zu erreichen, steht im krassen Widerspruch zu den investierten Mitteln und verspielt leichtfertig einen nachhaltigen Standortvorteil.&#8221;</p>
<p>Anschließend wurden Solidaritätsadressen der früheren Bundeskulturstaatsministerin Christina Weiss, ihres amtierenden Nachfolgers Bernd Neumann und von Klaus Zehelein verlesen, dem Präsidenten des Deutschen Bühnenverbands. Zudem mahnte der Hauptredner, der Karlsruher Kunstprofessor Beat Wyss, an, &#8220;dass wirtschaftliche Erfolge stets abhängig von kultureller Blüte sind&#8221;. &#8220;Einerseits ist es ein Riesenerfolg, dass so viele Menschen gekommen sind&#8221;, bilanzierte Petra von Olschowski&#8221;, &#8220;andererseits ist dies eine Trauerveranstaltung&#8221;.<br />
<strong><br />
Verdi: Geld sinnvoller ausgeben</strong></p>
<p>Zur gleichen Zeit wetterten auf dem Schillerplatz der Verdi-Sekretär Cuno Hägele und Markus Freitag vom städtischen Personalrat gegen das Sparkonzept der Stadt, für das es &#8220;gar keinen Grund&#8221; gebe. Die Landeshauptstadt habe kein finanzielles, sondern ein politisches Problem. Statt Milliarden in S 21, den Rosensteintunnel oder die LBBW zu stecken, könne man das Geld sinnvoller für den Kinderschutz und die öffentliche Daseinsfürsorge ausgeben. &#8220;Wir haben ein riesiges Defizit im Betreuungs- und Bildungsbereich&#8221;, sagte Freitag.</p>
<p>Er schlug vor, die Krise durch Vermögensabbau und Schuldenaufnahme zu meistern, statt soziale Strukturen zu demontieren. Jürgen Lodemann, der Vorsitzende des baden-württembergischen Schriftstellerverbandes und Literaturpreisträger der Stadt Stuttgart, kritisierte die Versenkung eines funktionierenden Hauptbahnhofs als &#8220;einzigartige Schildbürgerblamage&#8221; und plädierte für mehr Jugendgewaltprävention.</p>
<p>Marta Aparicio von der Volkshochschule forderte &#8220;bezahlbare Bildungsangebote für alle&#8221; und verwies auf 15.000 Unterschriften. Ralf Chevalier vom Gesamtelternbeirat der Kitas zeigte sich besorgt über den geplanten Personalabbau im Jugendamt und darüber, dass trotz steigender Anforderungen durch Einschultest und Sprachförderung nicht mehr Personal eingestellt werde: Nötig seien 300 Stellen.</p>
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		<title>Tausende Menschen auf der ersten Art Parade in Stuttgart  Kulturszene setzt ein unübersehbares Zeichen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 15:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Art Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgarter Appell]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung der Veranstalter der Artparade/kunst08+ Am gestrigen Donnerstag ging die gesamte Stuttgarter Kulturszene in einer spektakulären Art Parade gegen die geplanten Kulturkürzungen der Stadt Stuttgart auf die Straße. Es war die größte derartige Kunstaktion in der Stuttgarter Stadtgeschichte. Mehr als 150 Institutionen aller Kunstgattungen unterstützten die Initiative und schlossen sich dem bunten Zug aus Künstlern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.artparade-stuttgart.de/documents/ArtparadePresse4.pdf" target="_blank">Pressemitteilung der Veranstalter der Artparade/kunst08+</a></p>
<p>Am gestrigen Donnerstag ging die gesamte Stuttgarter Kulturszene in einer spektakulären<br />
Art Parade gegen die geplanten Kulturkürzungen der Stadt Stuttgart auf die Straße. Es war<br />
die größte derartige Kunstaktion in der Stuttgarter Stadtgeschichte. Mehr als 150<br />
Institutionen aller Kunstgattungen unterstützten die Initiative und schlossen sich dem<br />
bunten Zug aus Künstlern, Musikern, Schau- und Puppenspielern an. Schätzungen gehen<br />
von bis zu 3000 Personen aus, die sich bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz<br />
vor dem Rathaus einfanden.<br />
<span id="more-606"></span>Mit Transparenten, Plakaten, Schirmen und Maskeraden zog die Parade zum Stuttgarter<br />
Rathaus, wo Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster persönlich den „Stuttgarter Appell“<br />
entgegen nahm. Der „Stuttgarter Appell“ ist ein kulturpolitisches Grundsatzpapier, das für<br />
den Erhalt und die Stärkung der vielfältigen Stuttgarter Kultur plädiert und vor den<br />
langfristigen Schäden einer Kürzung des Kulturhaushalts warnt.</p>
<p>Auch die Mitglieder des Gemeinderats, die am 18.12. über die Kürzungen beschließen<br />
werden, bekamen den „Stuttgarter Appell“ ausgehändigt.<br />
In seiner Rede vor dem Rathaus betonte der Züricher Kulturwissenschaftler Beat Wyss die<br />
wichtige Rolle der Kultur als soziale aber auch ökonomische Größe in der Gesellschaft. Die<br />
Statements der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss, des amtierenden<br />
Kulturstaatsministers Bernd Neumann und dem Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins<br />
Klaus Zehelein, die als Solidaritätsbekundung vor dem Rathaus verlesen wurden,<br />
unterstrichen die Verantwortung der Politik für eine langfristig lebensfähige Kunst- und<br />
Kultur gerade in wirtschaftlich problematischen Zeiten.</p>
<p>Bei allem Erfolg der Art Parade: Die Aktion ist nicht zu Ende. Bis zum 18.12. wollen die<br />
Initiatoren der Parade, der Verein kunst08plus, das direkte Gespräch mit den<br />
Gemeinderatsmitgliedern suchen und ihnen ihre persönliche Verantwortung für den<br />
kulturellen Reichtum ihrer Stadt verdeutlichen.</p>
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		<title>Mit Pauken und Trompeten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 09:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Art Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst08+]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgarter Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Eisenmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Spardebatte: Bei ihrem Protestzug setzen Stuttgarts Kulturschaffende auf buntes Selbstbewusstsein Von:  Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 18.11.2009 Und sie bewegt sich doch, die Kulturszene in Stuttgart. Der Protest gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Kulturhaushalt findet nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen statt. An diesem Donnerstag rufen die Kulturschaffenden zur Art Parade vor das Rathaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spardebatte: Bei ihrem Protestzug setzen Stuttgarts Kulturschaffende auf buntes Selbstbewusstsein<br />
<a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2280736_0_2147_-mit-pauken-und-trompeten.html">Von:  Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 18.11.2009</a></strong></p>
<p>Und sie bewegt sich doch, die Kulturszene in Stuttgart. Der Protest gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Kulturhaushalt findet nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen statt. An diesem Donnerstag rufen die Kulturschaffenden zur Art Parade vor das Rathaus auf.<br />
<span id="more-575"></span><br />
Am Anfang war die Sprachlosigkeit. Fünf Millionen Euro städtischer Kulturförderung sollen von 2010 an eingespart werden &#8211; eine Summe, die auf den ersten Blick weder als Fördersumme überragend hoch noch als Einsparziel unerreichbar scheint. Im Sommer wurde die Summe, wurden die Einsparquoten (zehn Prozent für Einrichtungen, die mehr als 400 000 jährlicher Förderung erhalten, fünf Prozent für jene, die unter 400 000 jährlicher Förderung bekommen) bekannt, ebenso, dass im Theater- und Musikbereich die Gelder für Festivals komplett wegfallen sollen.</p>
<p>Das erklärte Ziel von Stuttgarts Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann: Keine Einrichtung sollte handlungsunfähig werden. Doch nun sieht sich Eisenmann immer lauterem Protest ausgesetzt. Ein Kernvorwurf, der zuletzt am Montagabend bei einem Treffen Stuttgarter Kulturschaffender im Opernhaus formuliert wurde: Eisenmann habe gar nicht erst versucht, sich gegen die Ansagen ihres CDU-Parteikollegen und Finanzbürgermeisters Michael Föll zu stellen, habe die Forderungen einfach durch den Prozentzerstäuber geschickt.</p>
<p>Verschwunden sind die Negativzahlen indes keineswegs &#8211; im Gegenteil haben manche, etwa im Feld der Chöre und Orchester der Landeshauptstadt, erst in jüngster Zeit realisiert, dass hier und da überhaupt keine Gelder mehr fließen sollen.</p>
<p>Was tun? Natürlich Einzelgespräche mit den Gemeinderäten, mit den kulturpolitischen, wirtschaftspolitischen und finanzpolitischen Experten der Fraktionen führen. Natürlich auch: die Medien füttern und hinter den Kulissen den Schulterschluss proben. Und: ein gemeinsames Protestschreiben verfassen &#8211; den von unserer Zeitung am Dienstag vorgestellten Stuttgarter Appell. Aber nun auch dies: einen Protestzug organisieren. An diesem Donnerstag um 14 Uhr startet er nun &#8211; oder besser sie, die Art Parade.</p>
<p>Kein offizieller Protestzug ohne Verantwortliche &#8211; dies gilt auch für die Art Parade. Ungewöhnlich aber: Der Verein kunst08+ hat die Organisation und die Finanzierung inklusive Sponsorensuche übernommen, und in diesem finden sich Privatgaleristen, aber auch Persönlichkeiten wie Ludger Hünnekens, Rektor der vom Land getragenen Stuttgarter Kunstakademie. &#8220;Dieses Engagement von Leuten, die von den Kürzungen der Stadt auf den ersten Blick gar nicht betroffen sind, finde ich großartig&#8221;, sagt Petra von Olschowski. Die Geschäftsführerin der Kunststiftung Baden-Württemberg hat indes selbst großen Anteil an der neuen Solidarität der Stuttgarter Kultureinrichtungen &#8211; der Stuttgarter Appell trägt ihre Handschrift. Und unverzichtbar ist im Hintergrund zudem die Diskussions-, Netzwerk- und Vertrauensarbeit von Jean-Baptiste Joly, Direktor der Akademie Schloss Solitude.</p>
<p>Die Organisatoren der Art Parade dürfen auf einen Erfolg hoffen. Um 14 Uhr soll der Protestzug vor dem Künstlerhaus im Stuttgarter Westen (Reuchlinstraße 4 b) starten, um 16 Uhr will man buchstäblich mit Pauken und Trompeten den Rathausplatz erreichen. &#8220;Die Idee der Art Parade&#8221;, heißt es auf der Internet-Seite <a title="http://www.artparade-stuttgart.de" href="http://www.artparade-stuttgart.de/" target="_blank">www.artparade-stuttgart.de</a> (über die Gesamtentwicklung der Diskussionen informiert weiter die Plattform <a title="http://www.e-stuttgart.org" href="../" target="_blank">www.e-stuttgart.org</a>), &#8220;verkörpert das, was unsere Stadt gerade in der Krise am meisten braucht: neue Ideen, innovative Lösungswege und vor allem Solidarität und konstruktive Dialoge.&#8221; Vor dem Rathaus wird eine Bühne aufgebaut, auch ernst soll es dort zugehen &#8211; mit Reden von Beat Wyss, vormals Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart, sowie von Hans Peter Jahn, künstlerischer Leiter des durch die geplanten Kürzungen in seiner Existenz bedrohten Neue-Musik-Festivals Eclat.</p>
<p>Kühn, bunt, ernst und heiter also soll die Art Parade sein &#8211; &#8220;eine lebendige, kreative, bunte Aktion aller Kulturschaffenden für eine starke Kultur in Stuttgart&#8221;. Und keineswegs wollen es die Organisatoren bei dem jetzt erreichten Schulterschluss bewenden lassen. &#8220;Wir veranstalten&#8221;, sagt Ludger Hünnekens, &#8220;die erste Art Parade.&#8221; Fortsetzung folgt also &#8211; 2010. Das symbolische Parade-Beiwerk ist schon mal gefunden &#8211; ein blau-weiß gefärbter Schirm.</p>
<p>Reichen solche Sinnbilder? Reicht es, sich gut beschirmt zu fühlen? Reicht es, dass die Großen &#8211; allen voran das Staatstheater &#8211; die Kleinen (bis hin zur Musikinitiative Rock und zum weithin unterschätzten Feuerwehrmuseum) unter den Schirm nehmen? Sicher nicht. Aber es könnte etwas entstehen in diesen Wochen, das neu ist für die Landeshauptstadt. Vom Tisch sind die Schlagwörter der ersten Proteststunde, das Reden von einer &#8220;avancierten Kultur&#8221;, die in Stuttgart nicht gewollt würde. Und mit gutem Grund gar nicht erst aufgetaucht sind in den offiziellen Stellungnahmen gegen die Kürzungen die Aufrechnungen mit Infrastrukturprojekten der Stadt. Zu hören aber ist, der Stadt fehle ein umfassendes, übergreifendes Kulturkonzept. Gerade so, als vertraue man nicht stolz dem vonseiten der Kulturverwaltung forcierten Gegenspiel von Leuchttürmen (aktuell dem Neubau für die Stadtbibliothek) und kleinsten Spielstätten. Pleiten, Pech und Pannen? Gibt es genug, das Stichwort Filmhaus reicht. Man hat also reichlich Stoff zum Nachdenken und für Diskussionen. Ob sich Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster darauf einlässt? Zum Art-Parade-Finale vor dem Rathaus soll ihm am Donnerstag um 16 Uhr der Stuttgarter Appell überreicht werden.</p>
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