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	<title>e-stuttgart &#187; Ausschuss für Kultur und Medien</title>
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		<title>Sitzungen des Gemeinderats am 17.12. um 16.30h</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 12:12:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Sitzungen des Gemeinderats am 17.12. um 16.30h und am 18.12. um 8.30h im Rathaus sind öffentlich (www.stuttgart.de/haushalt). Das Organisationsteam der Art Parade wird am Freitag, 18.12., morgens vor Ort sein, und bringt Plakate und Transparente mit. Es wird Musik geben, und der Art Parade Film von Böller und Brot gezeigt. Jeder, der die Möglichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sitzungen des Gemeinderats am 17.12. um 16.30h und am 18.12. um 8.30h im Rathaus sind öffentlich (www.stuttgart.de/haushalt). Das Organisationsteam der Art Parade wird am Freitag, 18.12., morgens vor Ort sein, und bringt Plakate und Transparente mit. Es wird Musik geben, und der Art Parade Film von Böller und Brot gezeigt. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte dabei sein und noch einmal die Flagge für die Kultur in Stuttgart hoch halten!</p>
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		<title>Welch ein Trauerspiel!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 10:36:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von: Peter Jakobeit, Kultur, Ausgabe November 2009 Schlimm genug, dass uns von Raffzähnen in Gestalt juristischer oder natürlicher Personen eine Wirtschaftskrise beschert wurde, deren Bemeisterung wir alle bezahlen dürfen. Nein, kaum ist das Spielfeld halbwegs repariert, werden in aller Öffentlichkeit bereits wieder die Tore aufgebaut, um das muntere Spielchen fortzusetzen. Aber, kleiner Unterschied zum Fußball, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von: Peter Jakobeit, Kultur, Ausgabe November 2009</p>
<p>Schlimm genug, dass uns von Raffzähnen in Gestalt juristischer oder natürlicher Personen eine Wirtschaftskrise beschert wurde, deren Bemeisterung wir alle bezahlen dürfen. Nein, kaum ist das Spielfeld halbwegs repariert, werden in aller Öffentlichkeit bereits wieder die Tore aufgebaut, um das muntere Spielchen fortzusetzen. Aber, kleiner Unterschied zum Fußball, bitte ohne Schiedsrichter.<br />
Die finanziellen Auswirkungen der Krise haben nun auch die bis vor kurzem reichste deutsche Großstadt, Stuttgart, erreicht. Die Sparmaßnahmen werden so langsam bekannt, vor wenigen Tagen wurde die »Giftliste« der Kulturverwaltung verschickt. Man fasst es kaum, was da der Öffentlichkeit vorgestellt wird.<br />
<span id="more-506"></span><br />
Ganz zu schweigen davon, dass es Städte gibt, beispielsweise München oder Berlin, die bei vergleichbarer Kassenlage im Bereich Kultur den Etat erhöhen und man sich dort sicher auch ein paar Gedanken gemacht haben dürfte, ist die Methode der hiesigen Kulturverwaltung schlicht beschämend: Ein Rasenmäher mit zwei Schnitt-höhen. Das ist dann aber auch schon der einzige Punkt, wo man bei viel Wohlwollen ein Nachdenken attestieren könnte. Es ist so furchtbar simpel gemacht, dass jede(r) fleißige PraktikantIn das hätte erledigen können: Entweder Null Kürzung (Theater) oder 5% oder10% Kürzung, je nach Zuschusshöhe. Manches streicht man komplett. Wer anders als die Kulturverwaltung soll denn auf die Existenzverträglichkeit dieser Rasur achten? Man hätte erwarten dürfen, dass dort eine Task Force eingesetzt wird, die sich mit einer Kürzungsfolgenabschätzung auseinandersetzt.<br />
Bekanntes Beispiel ist das Künstlerhaus. Dort führt die Kürzung dazu, dass der jährliche Veranstaltungsetat auf lächerliche 3.000 Euro reduziert werden muss. Nun ist das aber ein Kerngeschäft dieser Einrichtung. Von keinem Schreiner würde man verlangen, dass er zur Firmensanierung als erstes seine Sägen verkauft.<br />
Es wäre eindeutig Aufgabe der Verwaltung, den zuständigen Gremien inhaltlich durchgearbeitete Vorschläge zur Beschlussfassung vorzulegen. So wie es jetzt läuft, wird der anspruchsvolle Teil der Arbeit, nämlich das Austarieren von Folgen, die Einschätzung künstlerischen Wertes oder das Ermessen der Bedeutung für das allgemeine kulturelle Leben der Stadt, anderen zugeschoben. Nun haben die aber wirklich schon reichlich zu tun. Es wird kein Vergnügen sein, derzeit in den Gemeinderat gewählt zu sein. Dass man überlasteten Ehrenamtlichen nun auch noch die Aufgabe zumutet inhaltsleere Vorlagen durchzuarbeiten, öffnet dem Zufall, will heißen der erfolgreichsten Lobbyarbeit, Tür und Tor.<br />
Kulturpolitik aus Überzeugung sieht anders aus!</p>
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		<title>Offener Brief der Sachkundigen Bürger im Kulturausschuss der Stadt Stuttgart</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 09:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin01</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzungen im Bereich Kultur für den Haushalt 2010/2011 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Schuster, sehr geehrter Herr Bürgermeister Föll, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Dr. Eisenmann, sehr geehrte Damen und Herren – Nachdem nun neben den Vorschlägen der Kulturbürgermeisterin, Frau Dr. Eisenmann, auch die Haushaltsanträge der Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen für die Jahre 2010/2011 zur Diskussion vorliegen, wenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzungen im Bereich Kultur für den Haushalt 2010/2011</p>
<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Schuster,<br />
sehr geehrter Herr Bürgermeister Föll,<br />
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Dr. Eisenmann,<br />
sehr geehrte Damen und Herren –</p>
<p>Nachdem nun neben den Vorschlägen der Kulturbürgermeisterin, Frau Dr. Eisenmann, auch die Haushaltsanträge der Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen für die Jahre 2010/2011 zur Diskussion vorliegen, wenden wir uns mit diesem Appell an Sie, der verbunden ist mit der dringenden Bitte, die Bereiche Bildung, Soziales und Kultur aus dem Kürzungs- und Sparprogramm der Stadt auszunehmen.<br />
<span id="more-402"></span><br />
Wie die aktuelle Situation zeigt, steht die Landeshauptstadt Stuttgart – sowohl was die wirtschaftliche Situation angeht, als auch was die gesellschaftliche Dimension betrifft – vor einschneidenden Veränderungen. Das Thema Mobilität wird in Zukunft möglicherweise weniger eine Frage des Autoverkehrs sein, als eine Frage der inneren Einstellung, der Flexibilität einer Gemeinschaft, aber auch ihrer Möglichkeiten, auf die neuen Herausforderungen, die sich stellen werden, zu reagieren. Um diese Anforderungen im Sinne einer offenen, wachen, innovativen Gesellschaft zu meistern, bedarf es gerade jener Bereiche städtischer Politik, die in Stuttgart eher zu den schwachen zählen: Soziales, Bildung und Kultur – alle drei eng miteinander verbunden und verknüpft.</p>
<p>In diesem Zusammenhang stellt sich für uns die grundlegende Frage, welche Vision von einer multinationalen Großstadt der Gemeinderat mit den aktuellen Kürzungen verfolgt und welche Rolle Kunst und Kultur für die Zukunft dieser Stadt, die als Landeshauptstadt Leuchtturmfunktion hat, spielen sollen. Als erhebliches Problem in dieser finanziell schwierigen Zeit erweist sich nun, dass die Stadt nie eine Kulturkonzeption entwickelt hat, die die wichtigsten inhaltlichen Entwicklungslinien<br />
beschreibt und festlegt.</p>
<p>Trotzdem lassen sich bestimmte Kennzeichen feststellen: Traditionell vertritt die Landeshauptstadt Stuttgart einen eng gefassten Begriff von Kulturpolitik, der sich in den letzten Jahren – bis auf wenige Ausnahmen – darauf beschränkt hat, wohlwollend auf Initiativen von einzelnen Personen oder Gruppen aus der Kulturszene mit Förderungen zu reagieren. So ist in den letzten 25 Jahren eine einmalige Kulturlandschaft entstanden, in der neben den großen staatlichen oder städtischen Institutionen Projekte wie das Theaterhaus, die Bachakademie, das Literaturhaus oder etliche kleine Kunst-, Literatur-, Musik-, Film- und Theaterinitiativen entstehen und wachsen konnten. Zwar setzten der Oberbürgermeister mit dem Bau des Kunstmuseums und der Gemeinderat mit der Gründung von Innovationsfonds einige Akzente, eine gemeinsame Linie im Sinne einer kulturpolitischen Haltung war jedoch nicht festzustellen. Trotzdem konnte Stuttgart aufgrund des großen Engagements zahlreicher Kulturschaffender im nationalen Vergleich der deutschen Hauptstädte bei Umfragen zuletzt mehr und mehr punkten – gerade die Lebensqualität hatte sich aufgrund einer kreativen Atmosphäre sehr verbessert.</p>
<p>Spätestens ab dem Moment, ab dem die städtischen Gelder nicht mehr ausreichen, um den Erfordernissen aller Kulturinstitutionen zu folgen, wird der Mangel an Kohärenz dieser Politik nun aber sichtbar.</p>
<p>Die sachkundigen Bürgerinnen und Bürger im Kulturausschuss wünschen sich eine offene Diskussion mit den verantwortlichen Politikern dieser Stadt über eine übergreifende und kohärente Kulturpolitik, die sich dessen bewusst ist, dass „Kunst und Kultur Teile des Wandels von der Industrie- über die  Dienstleistungs- zur Wissensgesellschaft sind“ (Schlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“, Deutscher Bundestag, Dezember 2007) und die daher für die Zukunft der Landeshauptstadt Stuttgart von essentieller Bedeutung sind.</p>
<p>Wir bitten Sie daher dringend zu prüfen, ob die Kürzungen im Bereich Kunst und Kultur im Verhältnis zu den gesamten Haushaltsmitteln und den neu aufzunehmenden Schulden abgewendet werden können und ob die Landeshauptstadt Stuttgart nicht vielmehr gerade in dieser Situation Akzente setzen sollte, die den Weg hin zu einer Wissensgesellschaft weisen. Der Schaden, der zu entstehen droht, ist größer als der im Haushalt eingestellte Sparbetrag.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Die sachkundigen Bürger im Kulturausschuss:<br />
Heinz Baitinger, Petra Bewer, Renate Brosch, Siegfried Eipper, Marianne Gassner, Ronald Grätz, Andreas Hausmann, Dr. Ludger Hünnekens, Peter Jakobeit, Jean-Baptiste Joly, Bea Kießlinger, Bettina Klett, Franziska Kötz, Axel Meffert, Petra von Olschowski, Sandro Parrotta, Michael Preiswerk, Gabriele Röthemeyer, Ralf Schübel, Mini Schulz, Matthias Vosseler, Paul Woog</p>
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		<title>Stuttgarter! Noch eine Anstrengung wenn ihr Kunstfreunde sein wollt</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 09:08:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Haushalt tiefer hängen &#8211; Kultur systemrelevant Gestern vor einer Woche begrüßte die Kulturbürgermeisterin Dr. Eisenmann die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien, dem auch 22 „sachkundige EinwohnerInnen“ angehören wie eine Chefin. (Mehr Infos zu den Sachkundigen unter http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649 ). Auf die erste Wortmeldung von Herrn Joly, der im Namen der Sachkundigen sprach (die hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haushalt tiefer hängen &#8211; Kultur systemrelevant </strong><br />
Gestern vor einer Woche begrüßte die Kulturbürgermeisterin Dr. Eisenmann die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien, dem auch 22 „sachkundige EinwohnerInnen“ angehören wie eine Chefin. (Mehr Infos zu den Sachkundigen unter http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649 ). Auf die erste Wortmeldung von Herrn Joly, der im Namen der Sachkundigen sprach (die hatten sich im Vorfeld der Sitzung auf fehlende Informationen seitens der Stadt verständigt), verschob sich der Ton der Vorsitzenden Eisenmann ins Aggressive. Sie setzte an die Stelle eines Angebots zu Gesprächen und Beteiligung sofort die Androhung, dass im Falle eines Scheiterns des Haushalts die Kürzungen deutlich schlimmer ausfallen würden. Dieser persönliche Eindruck wurde mir anschließend von allen bestätigt, mit denen ich sprach. Eine Erfahrung, die nicht nur kulturpolitische sondern ganz allgemein absolut politische Fragen aufwirft.<br />
<span id="more-221"></span><br />
Der „Haushalt“ hat seit einigen Jahren in einem völlig irrationalen Maß (im Bund, in den Ländern oder eben hier auf kommunaler Ebene) an argumentativer Bedeutung zugelegt, so dass ich als mündiger Bürger nur auf eine völlig verquere Umkehrung von Mittel und Zweck schließen kann. Festzustellen bleibt: Der Haushalt kann niemals Zweck sondern nur Mittel sein, Mittel dazu, das Gute, das Gerechte zu tun, das heißt im Hinblick auf Soziales, Bildung und Kultur das Richtige zu tun. Dagegen stelle ich heute ein völlig unreflektiertes Primat des Haushalts-Denkens fest. Von diesem Primat ausgehend, wird richtig und falsch, gut und schlecht, gerecht und ungerecht einfach umgekehrt. Der Haushalt an sich soll das Gute sein. Ein solches Denken entwertet „unsere“ Bereiche permanent, indem unter Hinweis auf den gesunkenen Wert, rein haushaltlich gedacht, weiter entwertet (weiter gekürzt) wird.<br />
Da hilft auch der Hinweis auf „schwere Versäumnisse“ (Michael Kienzle, Grüne) in Bezug auf die Kulturförderung in guten Zeiten, als es die finanziellen Spielräume gab, wenig. Immerhin hebt er sich deutlich ab vom Parteifreund der Frau Eisenmann. Jürgen Sauer (CDU) meinte, es sei doch völlig in Ordnung, wenn man in guten Zeiten gibt und dann in schlechten Zeiten wieder nimmt. Also eine Vorstellung von Kunst und Kultur als Accessoire, das man je nach Kassenlage an- oder ablegt. Aua aua aua&#8230;<br />
Als Mitglied des Württembergischen Kunstvereins und der Oberwelt e.V., aber auch als interessierter und emanzipierter Bürger der Stadt Stuttgart bringe ich hier meine entschiedene Ablehnung gegenüber den von der Verwaltung (speziell Referat KBS) vorgeschlagenen Kürzungen zum Ausdruck.<br />
Vom Gemeinderat erwarte ich nach seiner neuen Zusammensetzung, also gerade von den Fraktionen, die sich ausdrücklich auf die Freiheit der Kunst § 5 GG (und damit verbunden ihre Pflege und Förderung) verpflichtet haben, dass OB Schuster nach der Haushaltsentscheidung am 18. Dezember nicht wiederholen kann, dass man sich doch außer S21 immer einig war.<br />
Dieser Beitrag hat im Hinterkopf alle anderen Beiträge, die bisher auf e-stuttgart.org zum Thema geschrieben wurden und versteht sich auch als Vernetzung mit diesen eingegangenen Texten. Also: Stuttgarter, noch eine Anstrengung wenn ihr Kunstfreunde sein wollt.</p>
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		<title>Stadt Stuttgart. An die Mitglieder des Ausschuss für Kultur und Medien</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 09:40:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von: Jan Löchte Sehr geehrte Mitglieder des Ausschuss für Kultur und Medien Angesichts der geplanten Kürzungen im Kulturbereich möchte ich Ihnen dringend ans Herz legen, die zu erwartenden Auswirkungen auf die Spielräume einzelner Institutionen und des kulturellen Lebens in Stuttgart als Ganzem genau zu überdenken. Auch wenn die geplanten Kürzungen von 5, bzw. 10 Prozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von: Jan Löchte</p>
<p>Sehr geehrte Mitglieder des Ausschuss für Kultur und Medien</p>
<p>Angesichts der geplanten Kürzungen im Kulturbereich möchte ich Ihnen  dringend ans Herz legen, die zu erwartenden Auswirkungen auf die  Spielräume einzelner Institutionen und des kulturellen Lebens in  Stuttgart als Ganzem genau zu überdenken.<br />
Auch wenn die geplanten Kürzungen von 5, bzw. 10 Prozent  möglicherweise zunächst als vertretbar erscheinen, werden diese  Kürzungen einschneidende und spürbare Auswirkungen haben, da nicht  nur die Zuschüsse fehlen, sondern auch die Beantragung von  Drittmitteln wegen des fehlenden Eigenanteils nicht mehr möglich  ist. Das Künstlerhaus Stuttgart würde dann gar keine Ausstellungen  mehr machen können, der Württembergische Kunstverein gerade noch  zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr. Beides sind jedoch Häuser, die  sich speziell mit der jüngeren, internationalen, zeitgenössischen  Kunst befassen und sich auf diesem Sektor einen sehr guten Ruf weit  über die Region Stuttgart hinaus erworben haben. Entsprechend würde  ein derart großer Einschnitt in die Tätigkeit der beiden Häuser  einen negativen Effekt auf den Ruf Stuttgarts im kulturellen Bereich  nach sich ziehen. Ebenso würden die nicht unerheblichen Drittmittel  auch nicht mehr bei Zulieferern, Händlern und Beschäftigten in der  Region Stuttgart ankommen.<br />
<span id="more-167"></span><br />
Die geplanten Kürzungen könnten also nicht mehr, wie in vergangen  Jahren, als nach und nach immer weniger Zuschüsse im Vergleich zu  den gestiegenen Kosten im Kulturbereich ankamen, durch ein erhöhtes  Engagement ausgeglichen werden. Dabei sollte nicht vergessen werden,  dass gerade durch dieses Engagement jegliche Kultur erst möglich  wird, schließlich sind die Verdienste im kulturellen Bereich oftmals  eher gering, werden sie noch mit dem Aufwand verglichen, meist  minimal. Es ist also der Idealismus, der viele Ausstellungen,  Aufführungen, Konzerte und Projekte erst ermöglicht. Exemplarisch  dafür ist die Aussage des Betreibers des Jazzclub Bix im LIFT: &#8220;Die  Arbeit für den Club zeichnet sich ohnehin schon durch einen  unglaublichen ehrenamtlichen Einsatz aus&#8221; (LIFT Stuttgart. Das  Stadtmagazin 10/2009, S. 12). Für viele Betroffene wäre dann  möglicherweise das Ende der Fahnenstange erreicht, da jede steigende  Belastung irgendwann die eigenen Kräfte übersteigt.</p>
<p>Da ich selbst als freischaffender Künstler tätig bin, weiß ich das  aus eigener Erfahrung. Bisher war das auch immer noch irgendwie  tragbar. Sollte jedoch der kulturelle Bereich in Stuttgart derart  austrocknen, wie es derzeit zu befürchten ist, gibt es für Leute wie  mich keinen weiteren Grund zu bleiben. Da unsere Jobs auch immer  wieder im Bereich der Kulturinstitutionen zu finden sind, wodurch  wir einerseits von deren Wohlbefinden abhängen, andererseits deren  Qualität durch eine hochqualifizierte Ausbildung und unser  Engagement sichern, liegt es nahe, andere Orte aufzusuchen, an denen  es zwar auch kein Geld gibt, an denen die Kultur jedoch dennoch mehr  blüht, da sie nach Möglichkeiten gefördert und in ihrer Vielfalt als  Wert geschätzt wird.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<br />
Jan Löchte</p>
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		<title>Ausschuss für Kultur und Medien</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 18:44:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dienstag, 6. Oktober 2009, 14 Uhr Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, Mittlerer Sitzungssaal Öffentliche Sitzung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 6. Oktober 2009, 14 Uhr</strong><br />
Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, Mittlerer Sitzungssaal<br />
Öffentliche Sitzung</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was können Sie tun?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 15:40:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die derzeit geplanten Kürzungen der städtischen Zuschüsse im Kulturbereich bedrohen die kulturelle Vielfalt in Stuttgart. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, schreiben Sie dem Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, und vor allem den Gemeinderatsmitgliedern im Ausschuss für Kultur und Medien. Ausschuss für Kultur und Medien Rathaus Marktplatz (M) 1 70173 Stuttgart Mitglieder und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die derzeit geplanten Kürzungen der städtischen Zuschüsse im Kulturbereich bedrohen die kulturelle Vielfalt in Stuttgart. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, schreiben Sie dem Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, und vor allem den Gemeinderatsmitgliedern im Ausschuss für Kultur und Medien.</p>
<p><strong>Ausschuss für Kultur und Medien</strong><br />
Rathaus Marktplatz (M)<br />
1 70173 Stuttgart<br />
Mitglieder und e-mail Adressen unter:<br />
<a href="http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649?" target="_blank">http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649?</a></p>
<p><strong>Stadt Stuttgart</strong><br />
Oberbürgermeister<br />
Dr. Wolfgang Schuster<br />
Marktplatz 1 / Rathaus<br />
70173 Stuttgar<br />
post@stuttgart.de</p>
<p><strong>Musterbrief Württembergischer Kunstverein Stuttgart</strong><br />
<a href="http://www.e-stuttgart.org/wp-content/uploads/2009/10/vorlage.doc">vorlage</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stellungnahme zu den geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 16:12:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Positionspapier an die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien Stuttgart von: Württembergischer Kunstverein und Künstlerhaus Stuttgart Stuttgart, 22. September 2009 Zur allgemeinen Situation Am 7. September 2009 erhielten eine Reihe städtisch geförderter Kultureinrichtungen der Stadt Stuttgart ein allgemeines Anschreiben der Kulturbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann, das ihren im Zuge der Haushaltkonsolidierung konzipierten Plan zur Kürzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Positionspapier an die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien Stuttgart<br />
</strong>von: Württembergischer Kunstverein und Künstlerhaus Stuttgart</p>
<p>Stuttgart, 22. September 2009<br />
<strong><br />
Zur allgemeinen Situation</strong></p>
<p>Am 7. September 2009 erhielten eine Reihe städtisch geförderter Kultureinrichtungen der Stadt Stuttgart ein allgemeines Anschreiben der Kulturbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann, das ihren im Zuge der Haushaltkonsolidierung konzipierten Plan zur Kürzung der städtischen Zuschüsse im Kulturbereich erläutert: Von einigen Ausnahmen abgesehen, sollen alle Kulturinstitutionen, die bislang einen städtischen Zuschuss von über 400.000 Euro erhalten, um 10 % gekürzt werden, die anderen um 5 %. Dieses Kürzungsvorhaben soll am 18. Dezember 2009 vom Gemeinderat beschlossen werden.<span id="more-17"></span></p>
<p>Die geplanten Kürzungen gehen von dem Grundsatz aus, dass „alle Kultureinrichtungen gleichermaßen einen Solidarbeitrag zu leisten haben.“ Der Schlüssel, der dabei angewandt wird, erweckt den Eindruck, dass sich alle Kulturinstitutionen Stuttgarts (ober- oder unterhalb der Grenze von 400.000 Euro städtischer Förderung) in derselben finanziellen Ausgangslage befänden. Dies entspricht jedoch in keiner Weise der Realität. Vielmehr sind es genau die jeweils spezifischen institutionellen Unterschiede in Bezug auf Finanzierungsmodelle und Abrechnungsmodi, welche die scheinbar verkraftbaren Kürzungen zu einem Existenz bedrohenden Szenario für die betroffenen Institutionen machen.</p>
<p>Dem Künstlerhaus Stuttgart und Württembergischen Kunstverein drohen jeweils Kürzungen in Höhe von zehn Prozent. Da das Künstlerhaus mit seiner städtischen Förderung knapp über 400.000 Euro liegt, davon aber die Hälfte an Mietkosten direkt an die Stadt zurückzahlen muss, liegt die Kürzungsquote hier faktisch bei 20 %.</p>
<p>Es ist bekannt, dass die Zuschüsse der meisten Kultureinrichtungen dieser Stadt bereits in den Jahrzehnten vor der aktuellen Wirtschaftskrise, das heißt, in jenen Jahren, in denen der Haushalt gut aufgestellt war, drastisch zurückgegangen sind. So sind zum Beispiel die städtischen Zuschüsse für den Kunstverein im Jahr 2009 nominell geringer als 1982, das Geld ist inzwischen aber nur noch die Hälfte wert. In derselben Zeit haben sich die Ausgaben der öffentlichen Hand verdoppelt.</p>
<p>In Anbetracht unserer seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten geleisteten Arbeit an der Aufwertung der Stadt Stuttgart als international relevanter Standort der zeitgenössischen Kunst, besteht der berechtigte Anspruch, dass vor Beschließung etwaiger Kürzungen, eine bislang nicht erfolgte Detailprüfung vorgenommen wird: denn dann wird man feststellen, dass es weder beim Künstlerhaus noch beim Kunstverein jedwede „Gestaltungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der Kürzungen“ gibt. Vielmehr gehören wir,  der Argumentation der Kulturverwaltung entsprechend, zweifellos zu jener Gruppe, die mit der Begründung einer „grundsätzlich zu geringen Förderung“ von den Kürzungen ausgenommen sind.</p>
<p>Dass Kultur längst ein Wirtschaftsfaktor wie jeder andere ist, wurde hinlänglich bewiesen. So agieren Institutionen wie der Kunstverein und das Künstlerhaus seit Jahren trotz geringer Mittel äußerst effizient und investieren den Großteil ihres Umsatzes direkt in den lokalen Mittelstand. Zudem bringen sie durch Drittmitteleinwerbung beträchtliche Geldmittel von Außen (zum Beispiel vom Bund oder der EU) in die Stadt: allein im Künstlerhaus und Kunstverein bis zu 350.000 Euro jährlich.</p>
<p>Die Einwerbung von Drittmitteln setzt aber voraus, das man für die entsprechenden Projekte jeweils einen Eigenanteil von bis zu 50 % nachweisen kann. Die geplanten Mittelkürzungen verdoppeln sich dadurch also, weil sie als entsprechende Gegenfinanzierung für die Drittmitteleinwerbung fehlen.</p>
<p>Was mit den geplanten Kürzungen auf dem Spiel steht, ist das Überleben der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in der Landeshauptstadt: insbesondere was die jungen, innovativen und noch nicht etablierten Künste anbelangt, also der Nährboden und das Aushängeschild eines jeden Kulturstandortes, der welt- und zukunftsgewandt ist.</p>
<p>Es ist begrüßenswert, dass etwa das Staatstheater oder das Kunstmuseum von den Kürzungen ausgenommen sind. Aber auch deren weitere erfolgreiche Arbeit hängt maßgeblich davon ab, inwieweit in Stuttgart ein aufgeschlossenes Bewusstsein für innovative Kulturformen herrscht, die wir ästhetisch bilden. Eine Großstadt braucht eine lebendige und vielfältige Kulturszene, die in ihrer Gesamtheit die verschiedenen Öffentlichkeiten anspricht.</p>
<p>Es gibt in Stuttgart nur zwei Ausstellungsinstitutionen – der Württembergische Kunstverein und das Künstlerhaus Stuttgart –, die sich dezidiert der zeitgenössischen Kunst widmen und dabei nicht nur auf lokaler und regionaler, sondern auch auf internationaler Ebene agieren, wahrgenommen und hoch geschätzt werden. Diese Anzahl ist im Vergleich zu Städten wie Düsseldorf, Frankfurt, Köln oder Hamburg marginal. Umsomehr sollte der Stadt an der weiteren Handlungsfähigkeit dieser beiden Institutionen gelegen sein.</p>
<p><strong>Denn das Künstlerhaus und der Kunstverein</strong></p>
<p>- leisten eine kontinuierliche Arbeit an der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst – durch Ausstellungen, Workshops, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, Filmprogramme, Performances, Musikveranstaltungen, Atelierbesuche, Kooperationen mit anderen kulturellen Trägern und vielem mehr –, die in diesem Ausmaß nicht von den hiesigen Museen erbracht werden kann.</p>
<p>- spielen im Bereich der internationalen zeitgenössischen Kunst in der ersten Liga.</p>
<p>- machen Stuttgart durch ihr exzellentes Programm sowie ihre weitverzweigten internationalen Netzwerke zu einem weltweit geschätzten Standort der aktuellen Kunst.</p>
<p>- produzieren hochkarätige Ausstellungen und Projekte, die regelmäßig von internationalen Institutionen übernommen werden.</p>
<p>- bringen, aufgrund der hohen Wertschätzung des Programms, jährlich bis zu 350.000 Euro an Drittmitteln von Außen in die Stadt.</p>
<p>- ermöglichen, neben der Präsentation und Vermittlung von aktueller Kunst, auch in hohem Maße deren Produktion.</p>
<p>- ermöglichen die Teilhabe der lokalen Öffentlichkeit an den Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst und deren Auseinandersetzung mit der komplexen Welt, in der wir leben.</p>
<p>- verknüpfen Fragen zur Zukunft der Kunst mit Fragen zur Zukunft des Wissens, der Arbeit und der globalisierten Gesellschaft, also mit Themen von höchster gesellschaftlicher Relevanz.<br />
binden in besonderem Maße das junge Publikum, eine über die Kultur hinaus auch an sozialen Themen interessierte Öffentlichkeit sowie migrantische Bevölkerungsschichten ein.</p>
<p>- tragen durch ihre lokale und internationale Vernetzung maßgeblich zur Attraktivität des Standorts Stuttgart für den künstlerischen Nachwuchs bei: von den heutigen und zukünftigen Studierenden der Akademien bis zu den Stipendiaten der Akademie Schloss Solitude oder der Kunststiftung Baden Württemberg.</p>
<p>- arbeiten mit flachen Hierarchien und partizipativen Strukturen, die den direkten Austausch zwischen Institution, Künstlern, Kunst und Öffentlichkeit herstellen.</p>
<p>- basieren mit ihren Mitgliedern auf einem hohen bürgerschaftlichem Engagement sowie auf basisdemokratischen Strukturen.</p>
<p>- beruhen auf Organisationsstrukturen, die im Hinblick auf Flexibilität, wirtschaftliche Effizienz und Produktivität Zukunftsmodelle abbilden.</p>
<p>Um all dies auch in Zukunft leisten zu können, müsste der bereits dünne Sockel der Zuschüsse entsprechend der Teurungsraten kontinuierlich erhöht werden. Kürzungen, noch dazu in der angekündigten Höhe, bedeuten jedoch das Aus der bisherigen Arbeit.</p>
<p>Das Künstlerhaus – sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden – wird den Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb in seiner bisherigen Fülle und Vielfalt bis zur Existenzgefährdung reduzieren müssen. Der Kunstverein wird mit maximal ein bis zwei Ausstellungen im Jahr und ohne die komplementären Aktivitäten seitens des Künstlerhauses kaum eine nennenswerte Kontinuität gewährleisten können. Die Lücken, die dabei für die zeitgenössische Kunst in Stuttgart entstehen, können nicht durch die Museen kompensiert werden. Vielmehr werden auch diese die fehlende nachhaltige Arbeit für ein offenes Klima gegenüber innovativen Kunstformen schmerzlich zu spüren bekommen.</p>
<p>Die kulturelle Landschaft einer Stadt wie Stuttgart ist ein komplexes Gewebe, das als Ganzes mehr als die Summe seiner Einzelteile darstellt, wobei das Herausschneiden einzelner Stränge das gesamte Gebilde zu Fall bringt.</p>
<p>Der Kunstverein und das Künstlerhaus sind nicht nur mit den Museen, Hochschulen und  Stipendienhäusern, sondern auch mit vielen Initiativen dieser Stadt aufs engste verknüpft, denen ebenfalls Kürzungen drohen: darunter die Oberwelt, der Filmwinter, der Fotosommer, das Campfestival, das Kulturzentrum Merlin e.V., Hermes und der Pfau, Selfservice Open Art Space, White Heat und viele mehr. Man nennt das Szenebildung, und es ist genau diese heterogene Szene, die die elementaren Brücken zwischen Off- und Hochkultur schlägt, deren Überleben am 18. Dezember auf dem Spiel steht.</p>
<p>Wandert diese Szene ab, so wandert auch der ­bislang darin stark eingebundene künstlerische Nachwuchs zum oder spätesten nach dem Studium in attraktivere Städte ab. Überdies werden dem breiten lokalen Publikum, das diese Szene um sich herum über Jahre aufgebaut hat, die nachhaltigen Angebote an zeitgenössischer Kultur – und somit auch die Kompetenz darüber – entzogen. Man nennt dies Bildungslücke.</p>
<p>All dies wäre ein verheerendes Signal und ein untragbarer Zustand für eine Landeshauptstadt, die gerade in den letzten Jahren – und zwar maßgeblich durch unsere Arbeit – in der überregionalen Presse auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kultur großes Lob erhalten hat, und deren Positionierung im nationalen Vergleich kontinuierlich steigt. Stattdessen der Rückschritt in die Eindimensionalität und Provinzialität? Genau dies sollte am 18. Dezember nicht entschieden werden.</p>
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