Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Der große Kahlschlag. Von Stuttgart bis Leipzig: 2010 wird die Kultur womöglich kaputtgespart

Posted: Samstag 31 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Presse, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , , , , , , | 1 Comment »

Von: Tobias Timm, in Die Zeit, 29.10.2009 (Jetzt auch online)

Es droht nichts Geringeres als der ganz große Kahlschlag. Im kommenden Jahr trifft es erst mal die fein verästelten Wurzeln: Die kleinen Kulturinitiativen in den Kommunen sollen kaputtgespart werden. Der Oratorienchor in Stuttgart zum Beispiel. Oder das dortige Künstlerhaus.
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Unser Engagement für Stuttgart wird mit Füßen getreten

Posted: Mittwoch 28 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , | No Comments »

Seit 2000 bin ich aktive Sängerin im Stuttgarter Oratorienchor. Jedes Jahr stellen wir mit unserem Engagement 3 Konzerte auf die Beine, wir sind alle stolz darauf, wenn professionelle Musiker gerne mit uns diese Konzerte gestalten und unsere Leistung für einen “Laienchor” sehr beachtenswert finden. Viele Musiker sind auf solche MUGGen (musikalische Gelegenheitsgeschäfte) angewiesen, auch bekommen junge Musiker eine Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen.
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Kürzung…? nein: Streichung!!

Posted: Samstag 17 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , | 1 Comment »

Kahlschlag in der chormusik und im ehrenamtlichen Engagement
Eisenmann legt komplette Streichliste vor

Leserbrief von: Jacqueline von Manteuffel, 1.Vorsitzende Stuttgarter Oratorienchor

Für den Stuttgarter Oratorienchor ist es unfassbar, dass mit einem Federstrich die Existenzgrundlage einer über 160jährigen Musiktradition, die eng mit Stuttgart verbunden ist und zur Stadtgeschichte gehört, von Frau Dr. Eisenmann bedroht wird. Die lapidare Vermutung, der Chor könne ja durch andere Einnahmen die Förderung wett machen, klingt fast zynisch…wir leben von Eintrittspreisen (wenn wir diese erhöhen, kommen weniger Zuhörer), von Mitgliederbeiträgen (wenn wir diese drastisch erhöhen, bleiben Sänger weg) und einigen Privatleuten, die uns hin und wieder Spenden zukommen lassen. Die gesamte organisatorische und künstlerische Arbeit geschieht ehrenamtlich.

Immer wieder wird von der Stadt Stuttgart das Ehrenamt gelobt, das Engagement der Bürger gefordert – und da wo es geschieht und Bürger sich für eine lebendige Kultur in der Stadt einsetzen, da wird gestrichen. Wir bekamen bisher von der Stadt 13.000 EUR. Vergleichsweise wenig.

Wir sind uns im Vorstand einig, und denken, dass andere betroffene Chöre das ähnlich sehen: wir können nicht tatenlos hinnehmen, dass unser Engagement nicht nur nicht gewürdigt, sondern sogar zerstört werden soll. Frau Dr. Eisenmann, haben Sie sich schon einmal von der Qualität unserer musikalischen Arbeit überzeugt? Wo bleibt Ihr Verständnis für Kultur, für Tradition, für die Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit?