Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Kontext_Interview mit Susanne Eisenmann

Posted: Dienstag 19 Juli 2011 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: , , | No Comments »

Leserbrief vom 19.07.2011 an die TAZ-Redaktion bzgl. Kontext Wochenzeitung, 15. Ausgabe, 28. Woche/ 16./17. Juli 2011
“Der Bürger als Gutachter” von Susanne Eisenmann

Ganz abgesehen von der geschlechterungerechten Sprache (“Der Bürger”): warum macht sich die Redaktion der TAZ-Wochenbeilage “Kontext” zum Steigbügelhalter für die Stuttgarter Kulturbügermeisterin Susanne Eisenmann, die Kreide frisst, um sich für die Wahl der zukünftigen Oberbürgermeister_In im Vorfeld zu profilieren? Wenn Frau Eisenmann jetzt über partizipative Demokratie faselt, ist das schon beinahe Betrug zu nennen, denn ihr bürgermeisterliches Handeln trägt völlig andere Züge. Erinnert sei nur an ihr Schreiben im Jahr 2009 an Stuttgarter Kunst- und Kultureinrichtungen in dem sie diesen massive Kürzungen ihrer finanziellen Förderungen lapidar und kommentarlos mitteilte. Erst aufgrund der solidarischen Proteste der Kunst- und Kulturschaffenden, u.a. mittels einer eindrucksvollen “Art Parade” mit über 1000 Teilnehmer_Innen, konnten die Kürzungen wenigstens über mehrere Jahre verteilt werden. Aufgabe einer Kulturbürgermeister_In wäre es, sich für Kunst und Kultur in Politik und Gesellschaft stark zu machen. Doch davon ist bei Frau Eisenmann bis auf gelegentliche unverbindliche Äusserungen herzlich wenig zu erkennen, denn entscheidend für ihre Wahl war, wie so häufig in Stuttgart, ihr CDU-Parteibuch. Das sollte auch das Redaktions-Team von Kontext wissen, das überwiegend aus ehemaligen Redakteuren der Stuttgarter Zeitung besteht. Gerade in Stuttgart gibt es weitaus profiliertere Positionen in Kunst und Kultur, die zu interviewen es wert gewesen wäre.


Die Bittsteller sind zurück

Posted: Mittwoch 2 Dezember 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: , | No Comments »

Kulturpolitik Stuttgart muss Millionen Euro sparen. Welcher Beitrag wird den Künstlern abverlangt?
Von: Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung, 2. Dezember 2009

Im Grunde ist man hin- und hergerissen. Es handelt sich um einen klassischen Zielkonflikt. Wenn eine Stadt wie Stuttgart 75 Millionen Euro im Haushaltsplan des kommenden Jahres einzusparen hat, weil die wirtschaftliche Lage so ist, wie sie nun mal ist, dann müssen im Prinzip alle ihren Beitrag dazu leisten. Dann kann man nicht sagen, Kindertagesstätten sind wichtiger als Jugendhäuser, Sportvereine populärer als Spezialpflegedienste oder Kulturstätten notwendiger als Verbraucherberatungen. Dann werden alle Bereiche, in denen eine Kommune Leistungen und Angebote bereithält oder ihre Bürger in ihrer diesbezüglichen Arbeit unterstützt, einen Teil dazu beitragen müssen. Eine Stadt kann eben noch nicht mal halb so hemmungslos über ihre Verhältnisse wirtschaften, wie es eine Bundesregierung vermag. Die Lasten in einer schmerzhaften Spardebatte nicht einfach nur den anderen aufzuhalsen, sondern zum gerechten Teil selbst mitzutragen, auch das ist ein Stück städtischer Kultur. Das ist die eine Seite.
[...] »


Mit Pauken und Trompeten

Posted: Mittwoch 18 November 2009 | Author: | Filed under: Art Parade, Artikel, Presse | Tags: , , , , | 1 Comment »

Spardebatte: Bei ihrem Protestzug setzen Stuttgarts Kulturschaffende auf buntes Selbstbewusstsein
Von:  Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 18.11.2009

Und sie bewegt sich doch, die Kulturszene in Stuttgart. Der Protest gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Kulturhaushalt findet nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen statt. An diesem Donnerstag rufen die Kulturschaffenden zur Art Parade vor das Rathaus auf.
[...] »


Calders Skulptur, die Anarchie und das Drama

Posted: Dienstag 17 November 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: , , , , | 2 Comments »

Auf Einladung des Staatstheaters ging am Montagabend die Diskussion um Förderkürzungen im Kulturbereich weiter

Von Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 17. November 2009

“Ich war mal optimistisch”, sagt Hans D. Christ, Co-Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, “und habe 75 Kopien mitgebracht – die sind ja wohl alle weg”. Für einen Moment ist am Montagabend im Stuttgarter Opernhaus das Lächeln desjenigen, der spürt, dass sich etwas tut, dass sich doch etwas bewegt in der laufenden Debatte um die Kürzungen im Kulturhaushalt der Landeshauptstadt. Knapp 100 Künstlerinnen und Künstler, Projektleiter und Verantwortliche großer und kleiner Einrichtungen sind gekommen, “um noch einmal alles zu versuchen”, wie es Ludger Hünnekens, Rektor der Staatlichen Kunstakademie, am Rande formuliert.
[...] »


Der große Kahlschlag. Von Stuttgart bis Leipzig: 2010 wird die Kultur womöglich kaputtgespart

Posted: Samstag 31 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Presse, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , , , , , , | 1 Comment »

Von: Tobias Timm, in Die Zeit, 29.10.2009 (Jetzt auch online)

Es droht nichts Geringeres als der ganz große Kahlschlag. Im kommenden Jahr trifft es erst mal die fein verästelten Wurzeln: Die kleinen Kulturinitiativen in den Kommunen sollen kaputtgespart werden. Der Oratorienchor in Stuttgart zum Beispiel. Oder das dortige Künstlerhaus.
[...] »


Angekündigte Kürzungen im Kulturbereich sorgen in Stuttgart für Unruhe und Gegenwehr.

Posted: Freitag 23 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: , , , , , , | 2 Comments »

STUTTG braucht ART Künstler der baden-württembergischen Landeshauptstadt fürchten kulturpolitischen Kahlschlag
Von: Barbara Martin, Neues Deutschland, 23.10.2009

»Wenn die Sparmaßnahmen wie angekündigt kommen, werden wir unsere Ausstellungen von sechs auf zwei im Jahr reduzieren müssen.« Hans D. Christ, einer der Direktoren des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, hat bereits gerechnet. Einen Monat vor der Verabschiedung des städtischen Doppelhaushaltes 2010/2011 schlagen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Wellen gerade im Kunst- und Kulturbereich hoch. Grund: Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) hat umfangreiche Kürzungen angekündigt.
[...] »


Appell des Arbeitskreises Musik vom 19.10.2009

Posted: Donnerstag 22 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Aktivitäten, Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , | 1 Comment »

Appell der Stuttgarter Musikinstitutionen, Stuttgart, den 19.10.2009

Bei einer aktuellen Krisensitzung des Stuttgarter Arbeitskreises Musik wurde folgende Stellungnahme formuliert, die bis jetzt schon von 37 Institutionen unterzeichnet
wurde.
Unsere Landeshauptstadt Stuttgart verfügt über eine außerordentliche Musikszene, die im Vergleich der Großstädte weit herausragt. Im Kultur- und Medienbericht der Stadt wird daher folgerichtig von einer “Hauptstadt der Musik”¹ gesprochen.
Dabei ist sowohl die enorme Breite der Musikpflege bemerkenswert (tausende von Stuttgartern sind in Chören und Orchestern aktiv) als auch die weltweite Ausstrahlung der hier ansässigen Spitzeninstitutionen.
[...] »


Seelenloses gediegenes Stuttgart!

Posted: Montag 19 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel | Tags: , | 2 Comments »

Ein Ort, der nur noch etablierte Kultur unterstützt und junge neue Positionen schon im Keim erstickt, braucht sich nicht zu wundern, wenn ein Ort immer lebloser und immer weniger lebenswert wird! Ich frage mich ob Einsparungen im nicht produktiven, administrativen Overhead (z. B. Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport mit Studienhintergrund Politikwissenschaft) nicht mehr bringen würden, als Einsparungen an der Stelle, wo zeitgenössische künstlerische Positionen entstehen.
[...] »


Kürzung…? nein: Streichung!!

Posted: Samstag 17 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , | 1 Comment »

Kahlschlag in der chormusik und im ehrenamtlichen Engagement
Eisenmann legt komplette Streichliste vor

Leserbrief von: Jacqueline von Manteuffel, 1.Vorsitzende Stuttgarter Oratorienchor

Für den Stuttgarter Oratorienchor ist es unfassbar, dass mit einem Federstrich die Existenzgrundlage einer über 160jährigen Musiktradition, die eng mit Stuttgart verbunden ist und zur Stadtgeschichte gehört, von Frau Dr. Eisenmann bedroht wird. Die lapidare Vermutung, der Chor könne ja durch andere Einnahmen die Förderung wett machen, klingt fast zynisch…wir leben von Eintrittspreisen (wenn wir diese erhöhen, kommen weniger Zuhörer), von Mitgliederbeiträgen (wenn wir diese drastisch erhöhen, bleiben Sänger weg) und einigen Privatleuten, die uns hin und wieder Spenden zukommen lassen. Die gesamte organisatorische und künstlerische Arbeit geschieht ehrenamtlich.

Immer wieder wird von der Stadt Stuttgart das Ehrenamt gelobt, das Engagement der Bürger gefordert – und da wo es geschieht und Bürger sich für eine lebendige Kultur in der Stadt einsetzen, da wird gestrichen. Wir bekamen bisher von der Stadt 13.000 EUR. Vergleichsweise wenig.

Wir sind uns im Vorstand einig, und denken, dass andere betroffene Chöre das ähnlich sehen: wir können nicht tatenlos hinnehmen, dass unser Engagement nicht nur nicht gewürdigt, sondern sogar zerstört werden soll. Frau Dr. Eisenmann, haben Sie sich schon einmal von der Qualität unserer musikalischen Arbeit überzeugt? Wo bleibt Ihr Verständnis für Kultur, für Tradition, für die Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit?


Stuttgarter! Noch eine Anstrengung wenn ihr Kunstfreunde sein wollt

Posted: Mittwoch 14 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: , , , , , , , | 1 Comment »

Haushalt tiefer hängen – Kultur systemrelevant
Gestern vor einer Woche begrüßte die Kulturbürgermeisterin Dr. Eisenmann die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien, dem auch 22 „sachkundige EinwohnerInnen“ angehören wie eine Chefin. (Mehr Infos zu den Sachkundigen unter http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649 ). Auf die erste Wortmeldung von Herrn Joly, der im Namen der Sachkundigen sprach (die hatten sich im Vorfeld der Sitzung auf fehlende Informationen seitens der Stadt verständigt), verschob sich der Ton der Vorsitzenden Eisenmann ins Aggressive. Sie setzte an die Stelle eines Angebots zu Gesprächen und Beteiligung sofort die Androhung, dass im Falle eines Scheiterns des Haushalts die Kürzungen deutlich schlimmer ausfallen würden. Dieser persönliche Eindruck wurde mir anschließend von allen bestätigt, mit denen ich sprach. Eine Erfahrung, die nicht nur kulturpolitische sondern ganz allgemein absolut politische Fragen aufwirft.
[...] »