Kulturpolitisches Forum für Stuttgart

Keine Schöne Aussicht?!

Posted: Freitag 9 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: , , , , , | No Comments »

von: Christian Schönfelder

Liebe Mit-Kulturschaffenden im Kessel,

danke zunächst dem Kunstverein und allen Beteiligten für die aufschlussreiche anregende Diskussion am Mittwoch.

Wir Kulturschaffenden sollten wohl zweigleisig denken:

Zum einen: Wenn es nicht ohnehin zu spät ist, unser Publikum aktivieren, um Politikern, aber auch der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es ein breites Bedürfnis nach Kultur gibt in dieser Stadt, weil die Stuttgarter wissen, in welch hohem Maße die kulturelle Vielfalt Bestandteil der hohen Lebensqualität dieser Stadt ist.

In der Tat ist es eine politische Entscheidung, die ansteht. Natürlich müssen die Gemeinderäte Sparbeschlüsse treffen, die schmerzen, und sie sind darum wahrlich nicht zu beneiden. Aber in einer Stadt, die so wahnsinnig gerne zu den großen Metropolen aufsteigen würde, müssen sie sich überlegen, welche Schwerpunkte sie setzen. Ob es der richtige Weg ist, überall 5 bis 10 Prozent wegzunehmen, damit die Lebensqualität einzudampfen und Arbeitsplätze zu vernichten. Oder ob es andere Möglichkeiten gibt, auf die Krise zu reagieren. Nur am Rande ein kleiner Vergleich, der viel besagt: 12 km Autobahn kosten uns Steuerzahler so viel wie sämtliche Goethe-Institute weltweit.
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Kürzungen: Jeder bekommt was er verdient.

Posted: Donnerstag 8 Oktober 2009 | Author: | Filed under: Artikel | Tags: , , , , | 6 Comments »

Von: Axel Kopp
Die grundsätzliche Frage, ob man es hinnehmen darf, wenn der Kulturhaushalt um fünf Millionen Euro gekürzt wird, will ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Ich gehe stattdessen davon aus, dass man es akzeptieren muss. Soviel dazu, nun zum eigentlichen Anliegen.
1. Petra von Olschowski hat in der Podiumsdiskussion die These aufgeworfen, dass man bei den Theatern die Zuschüsse nicht kürzen werde, weil sonst die Zuschauer und die Presse erheblichen öffentlichen Druck ausüben würden – bei Kunsteinrichtungen sei das nicht der Fall. Wenn es also, überspitzt formuliert, den Stuttgartern Bürgern egal ist, ob die Existenz des WKV und anderen Einrichtungen auf dem Spiel steht, muss doch auch die Frage gerechtfertigt sein: Hat die Politik da vielleicht im Sinne der Bürger gehandelt und an der richtigen Stelle gekürzt? Oder warum sonst gelingt es diesen Einrichtungen nicht, ihre Besucher zu mobilisieren? An den fehlenden Kooperationen scheint es ja nicht zu liegen. Wo ich auch schon beim zweiten Punkt wäre.
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