Posted: Dienstag 17 November 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: Art Parade, Künstlerhaus Stuttgart, Staatsoper, Susanne Eisenmann, Württembergischer Kunstverein | 1 Comment »
Auf Einladung des Staatstheaters ging am Montagabend die Diskussion um Förderkürzungen im Kulturbereich weiter
Von Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 17. November 2009
“Ich war mal optimistisch”, sagt Hans D. Christ, Co-Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, “und habe 75 Kopien mitgebracht – die sind ja wohl alle weg”. Für einen Moment ist am Montagabend im Stuttgarter Opernhaus das Lächeln desjenigen, der spürt, dass sich etwas tut, dass sich doch etwas bewegt in der laufenden Debatte um die Kürzungen im Kulturhaushalt der Landeshauptstadt. Knapp 100 Künstlerinnen und Künstler, Projektleiter und Verantwortliche großer und kleiner Einrichtungen sind gekommen, “um noch einmal alles zu versuchen”, wie es Ludger Hünnekens, Rektor der Staatlichen Kunstakademie, am Rande formuliert.
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Posted: Samstag 31 Oktober 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Presse, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Art Parade, Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Kulturwirtschaft, Oratorienchor, Schillergesellschaft, Stuttgart 21, Susanne Eisenmann, Württembergischer Kunstverein | 1 Comment »
Von: Tobias Timm, in Die Zeit, 29.10.2009 (Jetzt auch online)
Es droht nichts Geringeres als der ganz große Kahlschlag. Im kommenden Jahr trifft es erst mal die fein verästelten Wurzeln: Die kleinen Kulturinitiativen in den Kommunen sollen kaputtgespart werden. Der Oratorienchor in Stuttgart zum Beispiel. Oder das dortige Künstlerhaus.
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Posted: Freitag 23 Oktober 2009 | Author: admin01 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik, Presse | Tags: Art Parade, Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Stuttg braucht Art, Stuttgart 21, Susanne Eisenmann, Württembergischer Kunstverein | 1 Comment »
STUTTG braucht ART Künstler der baden-württembergischen Landeshauptstadt fürchten kulturpolitischen Kahlschlag
Von: Barbara Martin, Neues Deutschland, 23.10.2009
»Wenn die Sparmaßnahmen wie angekündigt kommen, werden wir unsere Ausstellungen von sechs auf zwei im Jahr reduzieren müssen.« Hans D. Christ, einer der Direktoren des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, hat bereits gerechnet. Einen Monat vor der Verabschiedung des städtischen Doppelhaushaltes 2010/2011 schlagen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Wellen gerade im Kunst- und Kulturbereich hoch. Grund: Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) hat umfangreiche Kürzungen angekündigt.
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Posted: Mittwoch 14 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: Künstler, Kürzung, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
von: Wolf Nkole Helzle
Nach weit über zehnjähriger Mitgliedschaft im Württembergischen Kunstverein bin ich vor zweieinhalb Jahren von Stuttgart weggezogen, nach St. Johann auf der Schwäbischen Alb. Obwohl ich Mitgliedschaften in Vereinen nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zähle, habe ich diese Mitgliedschaft ganz bewusst nicht beendet, da mir der WKV einiges wichtiges bedeutet:
1. Nicht alle Ausstellungen gefallen mir gleich gut, jedoch ist es der einzige Platz in Stuttgart, an dem die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen der Kunst nicht nur möglich, sondern Programm ist.
2. Die internationale Ausrichtung der genannten Positionen ist gerade in unserer heutigen Problematik der lokal-global unüberschaubar gewordenen ungelösten Probleme umso wichtiger, um sich persönlich solch unterschiedlicher Sichtweisen nähern zu können. Gerade erst hatte ich Künstlerbesuch aus Japan und die Auswirkungen der Abschottung in der Vergangenheit steckt den Japanern laut eigenen Aussagen immer noch in den Knochen. Was es wohl auch schwierigerer macht, einen eigenen Weg in die Zukunft zu finden.
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Posted: Mittwoch 14 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: Ausschuss für Kultur und Medien, Freiheit der Kunst, Haushalt, Kürzung, Oberwelt, Stuttgart 21, Susanne Eisenmann, Württembergischer Kunstverein | 1 Comment »
Haushalt tiefer hängen – Kultur systemrelevant
Gestern vor einer Woche begrüßte die Kulturbürgermeisterin Dr. Eisenmann die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien, dem auch 22 „sachkundige EinwohnerInnen“ angehören wie eine Chefin. (Mehr Infos zu den Sachkundigen unter http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/112649 ). Auf die erste Wortmeldung von Herrn Joly, der im Namen der Sachkundigen sprach (die hatten sich im Vorfeld der Sitzung auf fehlende Informationen seitens der Stadt verständigt), verschob sich der Ton der Vorsitzenden Eisenmann ins Aggressive. Sie setzte an die Stelle eines Angebots zu Gesprächen und Beteiligung sofort die Androhung, dass im Falle eines Scheiterns des Haushalts die Kürzungen deutlich schlimmer ausfallen würden. Dieser persönliche Eindruck wurde mir anschließend von allen bestätigt, mit denen ich sprach. Eine Erfahrung, die nicht nur kulturpolitische sondern ganz allgemein absolut politische Fragen aufwirft.
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Posted: Dienstag 13 Oktober 2009 | Author: admin01 | Filed under: Aktivitäten, Kulturpolitik | Tags: creative industries, Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Kulturwirtschaft, Standortfaktor, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
S t e l l u n g n a h m e
der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine zu den geplanten Kürzungen der Stadt Stuttgart im Kulturbereich
Jan Holten, Vorsitzender, Berlin, 12.10.2009
Im September kündigte die Stadt Stuttgart im Zuge der Haushaltskonsolidierung bis zu zehnprozentige Kürzungen der Zuschüsse für städtisch geförderte Kultureinrichtungen an. Betroffen sind u.a. der Württembergische Kunstverein und das Künstlerhaus Stuttgart. Beide Institutionen sehen sich damit – wie andere deutsche Kunstvereine derzeit auch – vor existentielle Probleme gestellt. Ohne eine adäquate kommunale Basisförderung lässt sich die in vieler Hinsicht herausragende Position der Kunstvereine – als Orte der künstlerischen Produktion und Innovation, des regionalen, aber auch internationalen kulturellen Austausches und des öffentlichen Diskurses sowie als Faktor, der Image und Bekanntheitsgrad von Stadt und Land erheblich steigert – nicht aufrechterhalten.
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Posted: Dienstag 13 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: Künstler, Künstlerhaus Stuttgart, Kürzung, Kulturamt, Oberwelt, Stadtverwaltung, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
Jeder, der mehrmals in seinem Leben umgezogen ist, weiß wie schwierig der Aufbau einer beruflichen Infrastruktur ist. Bis diese Basis auf soliden Füßen steht, vergehen meist Jahre. In Stuttgart sind es Künstlerhaus, WKV und Oberwelt die den zugezogenen Künstlern die Hand reichen. Es entstehen solide Verbindungen die zum Bleiben bewegen. Künstler die hier geblieben sind, schätzen Stuttgart als kreativen Ort und arbeiten für eine vielfältige Kunstszene.
Warum also behandelt die Stadtverwaltung diese Künstler so schäbig und schielt nach großen Namen die eben noch hier auch schon wieder weg sind? Warum werden Künstler als ewige Bittsteller gesehen die selbst nichts erwirtschaften? Gerade hier scheint die Wahrnehmung als besonders verschoben. Das Kulturamt (wo treten deren knapp 750 Mitarbeiter eigentlich in Erscheinung?) bekommt einen Teil der Zuschüsse in Form von Mieten wieder zurück. Arbeitsplätze werden davon bezahlt (auch die der Kulturamtsmitarbeiter, denn wo nichts ist, kann auch nichts verwaltet werden, also wird man auch über Kürzungen innerhalb der Verwaltung sprechen müssen!!!).
Bei den Künstlern selbst kommt die Förderung am ehesten in Form von zweckgebundenen Zuschüssen an. Sie tragen ihr Geld also wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück um ihre Ideen zu verwirklichen, indem sie Kataloge drucken lassen, Fotografen und Texter bezahlen oder Material einkaufen.
Das könnten sie natürlich auch woanders tun.
Fragt sich nur wohin die ganzen Arbeitslosen der Autoindustrie dann hingehen sollen.
Am besten zuhause bleiben und in die Röhre gucken.
Posted: Samstag 10 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Kulturpolitik | Tags: Kürzung, Podium, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
von: Dietrich Heißenbüttel
“Viel Beifall erhält ein Zuschauer, der fordert, dass die Bereiche Bildung, Soziales und Kultur gar nicht gekürzt werden dürften”, schreibt Michael Werner in der Stuttgarter Zeitung zur gestrigen Podiumsdiskussion im Württembergischen Kunstverein. Mehr Beifall von außerhalb der Veranstaltung! Offenbar haben viele Politiker noch nicht genügend erkannt, dass die Zeiten des Wirtschaftswachstums, die die fünfziger bis siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts charakterisiert haben, unwiderruflich vorbei sind.
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Posted: Freitag 9 Oktober 2009 | Author: tdomf_00b99 | Filed under: Artikel, Situation in den Kultureinrichtungen | Tags: Jes, Kürzung, Podium, Susanne Eisenmann, Theater, Württembergischer Kunstverein | No Comments »
von: Christian Schönfelder
Liebe Mit-Kulturschaffenden im Kessel,
danke zunächst dem Kunstverein und allen Beteiligten für die aufschlussreiche anregende Diskussion am Mittwoch.
Wir Kulturschaffenden sollten wohl zweigleisig denken:
Zum einen: Wenn es nicht ohnehin zu spät ist, unser Publikum aktivieren, um Politikern, aber auch der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es ein breites Bedürfnis nach Kultur gibt in dieser Stadt, weil die Stuttgarter wissen, in welch hohem Maße die kulturelle Vielfalt Bestandteil der hohen Lebensqualität dieser Stadt ist.
In der Tat ist es eine politische Entscheidung, die ansteht. Natürlich müssen die Gemeinderäte Sparbeschlüsse treffen, die schmerzen, und sie sind darum wahrlich nicht zu beneiden. Aber in einer Stadt, die so wahnsinnig gerne zu den großen Metropolen aufsteigen würde, müssen sie sich überlegen, welche Schwerpunkte sie setzen. Ob es der richtige Weg ist, überall 5 bis 10 Prozent wegzunehmen, damit die Lebensqualität einzudampfen und Arbeitsplätze zu vernichten. Oder ob es andere Möglichkeiten gibt, auf die Krise zu reagieren. Nur am Rande ein kleiner Vergleich, der viel besagt: 12 km Autobahn kosten uns Steuerzahler so viel wie sämtliche Goethe-Institute weltweit.
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